Propulsion erhält Startverbot

  • Beim Kauf war der Eingriff noch nicht eingetragen

    Wo wurde es eingetragen?Nur in den Papieren,die beim Verband bleiben?Der Besitzer bekommt keine Kopie?Das ist doch alles l#cherlich.

    Für mich persönlich,eigene Meinung,wurde der Eingriff nach dem Kauf eingetragen,Herrn Reden war der Eingriff nicht bekannt.Nach dem Kauf wird es eingetragen.Eigentlich hätte er es dann wissen müßen.Vielleicht wußte er es auch,aber.............................................

    Frau Mommert:

    Schauen Sie sich mal die Formen vor und nach dem Eingriff an.Ungefähr so:6,7,4,3,,67,,,,-danach:1,1,7,1,1,1,1,1,

  • Und die Änderung im Formspiegel soll also nur an diesem vermeintlichen Eingriff liegen? Wieso das Pferd dann für (Im Hinblick auf die nach dem Eingriff zu erwartenden Einnahmen) für relativ moderate 210.000$ verkaufen? Und - wie irgendwo auch zu lesen war - soll die Wirkung des Eingriffes ja nur kurzzeitig sein, wie erklärt sich dann diese langfristige Verbesserung?

  • woher wußten es denn die Leute,die es zur Anzeige brachten?

    Als Reden in 2019 informiert wurde,daß etwas nicht in Ordnung ist und er Tierärzte beauftragte für entsprechende Untersuchungen,selbst dann informierte er sich nicht beim Verband?Oder galt dann,wo kein Kläger ,da kein Richter?

  • Die alles entscheidende Frage ist doch, wann war es dem Verband tatsächlich bekannt, werden die Einfuhrpapiere nicht daraufhin gesichtet?

    "Die korrekten Unterlagen befanden sich in der Hand des schwedischen Verbandes. Propulsion hätte bei korrekter Handhabung nie in Europa starten dürfen Bevor Propulsion am 7. Oktober .2015 zum ersten Mal in Europa in Solvalla an den. Start ging, hatte der schwedische Verband alle Unterlagen vorliegen." Zitat aus Trabinside


    So..und nun ist Herr Reden schuld?


    Broslmeyer,

    als Sea Cove seine Decktätigkeit aufnehmen sollte, stellte man fest, dass er unfruchtbar ist, der Eingriff war in den USA vorgenommen worden, war nicht bekannt.

    Für uns war es dennoch die grösste Ehre ihn 8 Jahre bis zu seinem würdevollen Ende begleitet haben zu dürfen.

  • Ja... das ehrt Fr, Mommert..,

    SO EINEN PFERD einen schönen

    Lebensabend zu bieten...,

    warum eigentlich nicht der Besitzer..

    damals..?

    Der hat sich ja eine „goldene Nase“

    verdient mit ihm....damals...

    War auch 2x in BADEN / Wien auf der

    Sommerrennbahn auf „Audienz „

    mit CH. G. am Start...

  • The trotter left for Sweden on Aug. 20, 2015. He landed in Belgium and Redén said the official certificate he came with made no mention of the nerve procedure

    Also hat die USTA 2 Exportpapiere ausgestellt?Bei so einem wichtigen Pferd sollte doch das ursprüngliche Papier,auf dem laut Reden kein Eingriff vermerkt war,noch in seinem Besitz sein.

  • Ich habe den Text von Dave Briggs von Harness Racing Update nachfolgend frei übersetzt, weil ich ihn für das Beste und so ziemlich Neutralste halte, was in diesem Zusammenhang veröffentlich wurde - ganz im Gegensatz zum "Enthüllungsjournalismus" des Norwegers Truls G Pedersen auf Trav og Galopp-Nytt, von dem ich mich ob anderer Meinung als er auch noch wüst beschimpfen lassen musste...


    ________________________


    Svensk Travsport (ST) untersucht, ob Daniel Redéns Schützling PROPULSION seines »Elitloppet«-Sieges beraubt werden soll - und vielleicht mehr als 3,6 Millionen US-Dollar in Europa -, nachdem ST nicht bemerkt hatte, dass das Pferd in den Vereinigten Staaten vor fünf Jahren unter früherer Obhut Nervenschnitte an beiden Vorderbeinen erhalten hatte.


    Von Dave Briggs / Harness Racing Update (HRU)


    Bevor Svensk Travsport (ST, der schwedische Trabverband) die Karriere eines seiner vielversprechendsten jungen Trainer zerstört, hoffe ich, dass sie sich an die gleichen hohen Standards hält, die sie an die Mitglieder der Branche legt, die sie überwacht.

    Diese Woche, nur Tage nachdem Daniel Redéns Starschüler PROPULSION am Sonntag in Solvalla den »Elitloppet« gewonnen hatte, kursierte aus Schweden die Nachricht, dass der in den USA von MUSCLE HILL aus der DANAE gezogene Hengst möglicherweise diesen Sieg verliert - oder schlimmer noch: alle europäischen Siege -, weil er in den USA Nervenschnitten an beiden vorderen Gliedmaßen unterzogen wurde, während er sich noch in US-Besitz befand.


    Pferde, die sich Nervenoperationen unterziehen - unabhängig davon, wie viel Zeit seit der Operation vergangen ist - dürfen nach den strengen schwedischen Regeln nicht an Rennen teilnehmen.


    Meinetwegen.


    Schweden sollte für seine strenge Haltung zur Integrität bewundert werden, solange die eigene Integrität von Svensk Travsport nicht zu beanstanden ist. Leider scheint dies hier nicht der Fall zu sein.

    (Zur vollständigen Offenlegung sei an dieser Stelle angemerkt, dass der Europa-Kolumnist des HRU, Thomas Hedlund, auch für Daniel Redén tätig ist, weshalb ich über diesen Fall schreibe und nicht Hedlund. Dies ist meine Meinung, nicht die von Hedlund oder Redén.)


    Eine Untersuchung ist im Gange und die schwedischen Behörden haben bis Donnerstagabend noch nicht über den Fall entschieden. Das hinderte Maria Croon, die Geschäftsführerin von ST, aber nicht daran, diese Woche im schwedischen Fernsehen zu sagen, dass die Trainerverantwortungsregel Redén die Schuld gibt, unabhängig von den Umständen im vorliegenden Fall.

    Viele werden ihr wahrscheinlich zustimmen, aber die Umstände sind hörenswert, da sie stark auf Versäumnisse und Schuld von ST hinweisen. Dass Croon vor Abschluss der Untersuchung eine solche öffentliche Erklärung abgab, ist höchst fragwürdig und scheint sicherlich ein Versuch der notorisch strengen Vereinigung zu sein, trotz ihrer offensichtlichen Mängel in diesem Fall anderswo die Schuld zu suchen.


    Beschäftigt man sich mit den Details, so riecht das Ganze nach einem Versäumnis der ST und nicht nach einem Trainer, der versucht zu betrügen.

    Ja, Redén (40) weiß, dass Pferde, die sich einer Nervenoperation unterzogen haben - etwas, das legal und im amerikanischen Rennsport relativ häufig ist, wenn sie auf dem unteren Teil der Beine vorgenommen werden -, in Schweden nicht an Rennen teilnehmen dürfen. Redén sagte jedoch, er sei sich nicht bewusst, dass PROPULSION das Verfahren durchlaufen habe, bevor er den Traber bei der Tattersalls Summer Mixed Sale am 2. August 2015 in The Meadowlands für 210.000 USD kaufte (Redén und Brixton Medical AB sind offiziell als Käufer in den Verkaufsergebnissen aufgeführt, obwohl es Marcus Melander war, der physisch den Kauf im Namen von Redén tätigte).


    Redén sagte der HRU, dass er das Pferd niemals gekauft hätte, wenn er sich der Nervenschnitte bewusst gewesen wäre. "Natürlich nicht", sagte Redén. "Es würde überhaupt keinen Sinn machen, ein Pferd zu kaufen und nach Schweden zu bringen, das dort nicht starten darf."


    Der Chief Operating Officer und Registrator der United States Trotting Association (USTA), TC Lane, scheint Redéns Geschichte zu untermauern, dass der Trainer vor dem Kauf des Pferdes nichts über die Nervenschnitte wusste.


    Die Zeitschiene ist hier sehr wichtig. Folgen wir ihr!


    Dokumente, die die HRU erhalten hat, zeigen, dass die Eingriffe im April 2015 durchgeführt wurden. Tony Alagna, der damalige Trainer des Pferdes, teilte der HRU diese Woche mit, dass PROPULSION nach Abschluss des Verfahrens auf Meadowlands lief und er den Veranstalter wie vorgeschrieben über die Eingriffe informierte.

    Lane sagte, die USTA sei erst „am oder um den 18. August 2015“ offiziell darüber informiert worden, dass PROPULSION die Nervenschnitte erhalten habe - etwa zwei Wochen nachdem er an Redén und Brixton Medical AB aus Schweden verkauft worden war.

    Fragen Sie mich nicht, warum es in diesem Fall so lange gedauert hat, bis die USTA informiert wurde, aber das ist irrelevant, da das Verfahren in den USA, in denen das Pferd zu dieser Zeit Rennen gelaufen ist, nicht illegal ist.


    (Randnotiz: Warum ist es im digitalen Zeitalter für Trabersportverbände so schwierig, Informationen auszutauschen? Mit dem Ziel von Transparenz, Integrität und allen guten und heiligen Dingen sollte es möglich sein, Informationen sofort auf der ganzen Welt auszutauschen, wenn diese irgendwo aktualisiert werden.)


    Lane sagte, als die USTA von den durchgeführten Nervenschnitten erfuhr, kontaktierte sie die Vorbesitzerin des Pferdes, Brittany Farms, die das Pferd in einer Besitzergemeinschaft mit Joe Sbrocco, Little E LLC, Marvin Katz, Al Libfeld und Sam Goldband teilte, und bat Brittany, die ursprünglichen Papiere zur Aktualisierung zurück zu senden. Anschließend wurden sowohl die elektronischen USTA-Zulassungsdokumente als auch das Ausfuhrregister aktualisiert, um die Nervenschnitte offen zu legen.


    Zu diesem Zeitpunkt hatte PROPULSION Nordamerika längst verlassen.


    Das Pferd reiste am 20. August 2015 nach Schweden und landete zunächst in Belgien. Redén sagte, dass das offizielle Zertifikat, mit dem PROPULSION kam, die Nervenschnitte nicht dokumentierte – ein weiterer Hinweis, dass der Trainer zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte, dass die Eingriffe durchgeführt worden waren. Es wäre für Redén schwierig gewesen, es zu wissen, da die USTA-Aufzeichnungen nicht aktuell waren, bevor das Pferd in Europa ankam.


    Lane sagte, die USTA habe am 10. September 2015 einen Ausfuhrantrag für PROPULSION erhalten.

    "Nach Eingang des entsprechenden Antrags wurde der Ausfuhrschein am 14. September 2015 von der USTA ausgestellt und direkt an Svensk Travsport weitergeleitet", schrieb uns Lane. „PROPULSION wurde auch vor der Ausfuhr am 7. August 2015 von einem Tierarzt untersucht, wobei Kaltbrandmarken auf beide vorderen Gliedmaßen festgestellt wurden. Eine neue Registrierungsbescheinigung mit aktualisierten Informationen hinsichtlich der vorgenommenen Nervenschnitte wurde an Brixton Medical in Schweden gesendet.“


    Redén besteht darauf, dass er den aktualisierten Ausfuhrschein nie erhalten hat, aber wir glauben fest daran, dass Svensk Travsport das aktualisierte Zertifikat von PROPULSION erhalten hat - und dieser Teil der Geschichte ist wichtig.

    Bevor PROPULSION am 7. Oktober 2015 in Solvalla zum ersten Mal in Europa lief, war Svensk Travsport angeblich im Besitz des Dokumentes (hier wird auf das von TrabInside zuvor in diesem Thread bereits veröffentlichte Dokument verlinkt), aus dem eindeutig hervorgeht, dass das Pferd in den USA das Nervenverfahren durchlaufen hatte, womit das Pferd nach ST-Regeln in Schweden nicht mehr startberechtigt war.


    Es handelt sich hier nicht um ein kleinschriftiges unübersichtliches Pedigree, sondern es ist ein vergleichsweise einfaches und klar strukturiertes Dokument, auf dem der Eingriff unter „Markings“ vermerkt ist. Dieser Passus dürfte für eine Vereinigung, die so streng in Bezug auf Regeln ist, kaum zu übersehen sein.

    Offensichtlich hat Svensk Travsport als schwedischer Sportverband das Dokument nicht richtig gelesen und keine geeigneten Maßnahmen ergriffen.

    Der ST könnte ihr Fehler vergeben werden, wenn nur ein oder zwei Monate bis zur Aufdeckung vergangen wären, aber PROPULSION ist in Schweden seit fünf Jahren (!) und das auf höchstem Niveau gelaufen.


    Sicherlich sollte sich Svensk Travsport - die mit der Verhängung schwerwiegender Bußgelder und Suspendierungen für die geringsten Verstöße nicht zimperlich sind - dafür verantwortlich fühlen, dass sie Jahr für Jahr ihre Sorgfaltspflicht nicht erfüllt haben. Sicherlich hat ST Regeln, die befolgt werden müssen, um die Eignung von Pferden sicherzustellen. Immerhin lief PROPULSION fünfmal hintereinander in Schwedens größtem Rennen, dem »Elitloppet«, und nicht ein einziges Mal blickte Svensk Travsport gründlich genug in seine Papiere, um ihrer Sorgfaltspflicht nachzukommen.

    Das ist besonders seltsam und ein bemerkenswertes Versäumnis von Svensk Travsport im Hinblick auf ihre Regeln, wenn man bedenkt, dass PROPULSION ein Amerikaner ist, der in den USA Rennen gelaufen ist. Die schwedische Aufsichtsorganisation verachtet die US-Vorschriften nämlich in der Regel für einen vermeintlichen Mangel an Integrität. Sicherlich würde man daher erwarten, dass ein US-Pferd bei Rennteilnahme in Schweden noch genauer unter die Lupe genommen wird.


    Außerdem ist Svensk Travsport dem Landwirtschaftsministerium Schwedens unterstellt und hat die Aufgabe, die Integrität des schwedischen Zuchtbuchs zu wahren - eine Angelegenheit, die die Offiziellen nicht leicht nehmen.


    Außerdem sagte Redén im Juni 2019: "Schwedische Offizielle hatten Gerüchte gehört, dass PROPULSION in den USA Nervenschnitte erhalten habe. Deshalb kamen zwei Tierärzte auf meine Trainingsanlage und untersuchten das Pferd zusammen mit den Offiziellen des Verbandes."

    Der Trainer sagte, beide Tierärzte hätten das Pferd gebeugt und beide festgestellt, dass er Gefühl auf den Hufen hatte.

    Das ist nicht weiter überraschend, da Nervenblockadeverfahren "(in den USA) eine relativ vorübergehende chirurgische Behandlung für ein Rennpferd sind, das sich mit chronischer Huflahmheit befasst", sagte uns der renommierte Pferdechirurg Dr. Patty Hogan aus New Jersey, befragt nach dem Verfahren im Allgemeinen. „Durchschnittlich nach ein bis zwei Jahre wachsen die Nerven an dieser Stelle in allen Fällen nach. Das ist eine medizinische Tatsache. Ich musste sogar einige Nervenschnitte bei Pferden wiederholen, die eine längere Karriere hatten und immer noch von Hufschmerzen geplagt waren.“


    Am Donnerstagmorgen entschied ST, dass trotz der Kontroverse PROPULSIONs Zulassung als Deckhengst in Schweden weiterhin gültig ist und seine Nachkommen, die in den Jahren 2019, 2020 und 2021 geboren wurden bzw. werden, in Schweden zum Rennen zugelassen werden. Dies deutet darauf hin, dass die gebrochene Regel nicht ausreichte, um die Nachkommen von PROPULSION auszuschließen. Hoffen wir, dass dies auch ein Zeichen für eine gewisse Nachsicht ist.


    Svensk Travsport hat nicht nur ihre eigenen Regeln nicht ordnungsgemäß befolgt, bevor PROPULSION zum Rennen zugelassen wurde, zwei Tierärzte und ein Verbandsoffizieller haben das Pferd nach einer Untersuchung, die fast ein Jahr vor dem »Elitloppet«-Sieg am letzten Sonntag stattfand, für die Fortsetzung des Rennens freigegeben.


    Zu entscheiden, dass PROPULSION allem verlustig gehen solle, was er in Schweden verdient hat, scheint eine Strafe sondergleichen.


    Lassen Sie mich betonen, dass nichts davon Redén vollständig entschuldigt oder freistellt. Die Verantwortungsregel des Trainers - so fehlerhaft sie manchmal auch ist - ist eine wichtige Regel, die eingehalten werden muss, um den Tierschutz zu gewährleisten, der eine wichtige Säule unseres Sports darstellt. Dies zu ignorieren, wäre ein gefährlicher Präzedenzfall.

    Obwohl die Nervenschnitte von anderen durchgeführt wurden, liegt es in der Verantwortung von Redén, zu wissen und wachsam zu sein, was mit einem Pferd in seiner Obhut geschehen ist, insbesondere, wenn ein Umstand gegen schwedische Regeln verstößt.

    Vermutlich vor einem Jahr, als Tierärzte und ein Verbandsoffizieller kamen, um die Gerüchte über die Nervenschnitte zu untersuchen, hätte Redén seine eigene Sorgfalt walten lassen und Erkundigungen bei den US-Behörden - oder sogar bei PROPULSIONs seinerzeitigem Trainer Alagna – einziehen müssen, ob die Eingriffe durchgeführt wurden, anstatt sie als Gerücht abzutun und mit dem Training von PROPULSION fortzufahren, nachdem die ST keine Einwände hatte.


    Trotzdem ist es angesichts der Fakten absurd zu behaupten, Redén habe versucht zu betrügen.

    Zu behaupten, er sei allein schuld, ist zu hart und kurzsichtig.

    Nur auf Redén hinzuweisen, weil er gegen Regeln verstoßen hat, als Svensk Travsport ihren eigenen Regeln nicht gefolgt ist, entlarvt ST als Heuchler.

    Einige Gerüchte deuten darauf hin, dass Redén – dessen Schützlinge zwischen 2015 und 2019 Renngewinne von mehr als 13 Millionen US-Dollar erzielten und der zugleich der Mann ist, der PROPULSIONs Vollbruder bei der Lexington Selected Yearling Sale im vergangenen Herbst für 1 Million US-Dollar gekauft hat - möglicherweise nicht nur eine schwere Geldstrafe und eine Sperre erhalten wird. Außerdem müssten alle rd. 3,6 Millionen US-Dollar zurückgezahlt werden, die PROPULSION in Europa verdient hat.


    Das, sagte Redén, wäre sein schlimmster Alptraum und würde wahrscheinlich das Ende seiner Karriere bedeuten. Um ihn herum brach diese Woche die Welt zusammen, sagte er uns.

    „Das Pferd, das so oft gegen einige der besten Pferde der Welt gekämpft hat, tut mir so leid. Er ist ein Champion für mich und sicherlich auch für viele Fans “, sagte der Trainer.

    Eine gewisse Bestrafung sollte erwartet werden, aber eine Bestrafung wird sowohl Lächerlichkeit wie auch Doppelmoral offenbaren.

    Mit einer Hand würde Svensk Travsport die Tatsache vertuschen, dass sie nicht ihren eigenen Regeln folgte. Mit der anderen würde sie ein Todesurteil gegen Redéns Karriere verhängen.


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    Die Einlassung zu Redén teile ich als so ziemlich einiziges nicht: Nachdem alle anderen versagt haben - vom Vorbesitzer über die USTA und den Auktionsveranstalter, denen allesamt nicht neu sein dürfte, dass ein nicht gerade kleiner Teil der verauktionierten Pferde den Weg nach Schweden geht, dort andere Gesetze gelten und eine Aktualität der Papiere der Pferde daher vor der Auktion zwingend notwendig ist, bis hin zum ST (hierzulande STC genannt) - kann man es nach meinem Dafürhalten am wenigsten Daniel Redén ankreiden, dass er - nachdem der STC im letzten Jahr nach Überprüfung gesagt hat: "Weitermachen!" - sich dem nicht widersetzt hat.

    Trennen Sie Ihr Geld von Ihren Emotionen, bevor Ihre Emotionen Sie von Ihrem Geld trennen.

    Edited once, last by casaque jaune ().

  • Das Entscheidende am obigen Artikel ist mMn die Untersuchung der schwedischen Offiziellen vom Juni 2019. Im Vorfeld dieser Untersuchung hat doch mit Sicherheit auch eine sorgfältige Sichtung der Papiere Propulsion's stattgefunden. Daraus ergeben sich mMn 2 Möglichkeiten. Entweder hat ST die Bescheinigung mit dem Eintrag des Nervenschnittes nicht vorliegen oder er wurde bewusst zu diesem Zeitpunkt ignoriert. Ich schreibe bewusst " zu diesem Zeitpunkt" weil es früher vielleicht übersehen worden ist(aus welchen Gründen auch immer) und man sich im Juni 2019 diese Blöße nicht geben wollte.

    Sollte das Papier mit Eintrag bei ST vorliegen, so wäre mMn Redèn von der Mitverantwortung befreit. Im anderen Fall hat er mMn auch keine Schuld aber es ließe sich darüber streiten ob er mehr Eigeninitiative zur Klärung hätte ergreifen müssen.

  • Gambler,


    im Trabrennsport hustet beim Pförtner jemand, im Tribünenhaus wird in Minutenschnelle verbreitet, er wäre schon tot..

    Der Trabrennsport ist einen Bühne, für Helden, Legenden, Versager, vom König zum Bettler ein Abbild der realen Welt, ein Mikrokosmos.

    „Wie im Großen, so im Kleinen“, wie schon Darwin zu sagen pflegte.


    Gerüchte gibt es täglich umsonst, manche hanebüchene, manche begründet, manche friedlich-, andere feindlich gesonnen.
    Würden sie als Besitzer und Trainer jedem Gerücht, welches ihnen zu Ohren kommt, nachgehen wollen...8)


    Der Vorgang um Propulsion wird jedoch Wellen schlagen in den Satzungen der Verbände, denn die einzige Lösung für die Zukunft wird sein-

    die Vorlage von Negativattesten!


    Und da es eine solche Regelung bez. Neurektomie bislang nicht gibt- offensichtlich auch nicht in Schweden- und dieses Pferd mit Sicherheit keine „Eisenfüsse“ mehr/hat, plädiert man für „Free Populsion“.

  • Ein höchst unglücklicher Fall, an dem der Verkäufer, der amerikanische Verband sowie der schwedische Verband m. E. eine Teilschuld tragen.

    1) Der Verkäufer, weil nach amerikanischen Satzungen eine derartige Operation in den Fohlenschein eingetragen werden muss. Der Verkäufer hat die Operation der Rennbahn Meadowlands mitgeteilt. Ob diese in der Lage ist, die Operation elektronisch in die Papiere aufzunehmen, ich weiß es nicht. Der US-Verband jedoch hat davon erst 4 Monate später erfahren, als das Pferd bereits verkauft war. Unter dem Strich ist der Vorbesitzer für die Eintragung der Operation in die Papiere und meines Erachtens auch für die Bekanntmachung im Auktionskatalog verantwortlich.

    2) Der amerikanische Verband USTA, weil eine Satzung, die die Bekanntgabe dieser Operation verlangt, aber keinen Zeitrahmen setzt, sinnlos ist.

    3) Der schwedische Verband, weil er das Pferd - wahrscheinlich irrtümlich - rechtswidrig in das schwedische Gestütsbuch aufgenommen hat. Mir ist nicht klar, ob es ein oder zwei Ausfuhrpapiere gegeben hat. Es hat den Anschein, dass es einen ersten Ausfuhrschein gegeben hat, in dem die Operation nicht vermerkt gewesen ist, weil sie dem amerikanischen Verband zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt war. Ein zweiter, korrigierter Ausfuhrschein, erreichte STC zu einem späteren Zeitpunkt. Das wäre zumindest eine Erklärung, warum für Propulsion grünes Licht gegeben wurde. Sollte es jedoch nur einen Ausfuhrschein mit dem Vermerk der Operation geben, dann liegt das Versagen eindeutig beim Verband.

    Für mich ist der Fall der Verjährung eingetreten. Selbst die Verbandstierärzte haben bestätigt, dass die Hufe von Propulsion mittlerweile gefühlsempfindsam sind.

  • Karin Walter-Mommert


    Gerüchte sind meistens zu ignorieren. Auf der Rennbahn zu 99%. Gebe ich ihnen Recht. Doch in diesem Fall haben sich im Juni 2019 offizielle Personen der ST tierärztlich Propulsion diesbezüglich angesehen. Dann vermute ich schon ein mehr als normales Rennbahngerücht dahinter. Wie gesagt, ich sehe Redén auch nicht in einer Mitschuld. Doch wenn der Eintrag in den Papieren der ST vorliegt/vorlag gibt es noch nicht einmal eine theoretische Mitschuld Redén's mMn.

  • Ein Aspekt, der in diesem Forum bislang nicht berührt wurde, gleichwohl er mir als höchst aufschlussreich erscheint, ist jener, dass Propulsion in Schweden angekört wurde und 2018, 2019 und 2020 als Deckhengst etwa 70 Nachkommen brachte. Dabei werden in Schweden grundsätzlich nur ausgewählte Hengste angekört, wobei ein Nervenschnitt als Ausschlusskriterium gilt. Folglich müsste die STC 2015 bei der Einfuhr, 2017 im Zuge der Körung und 2019 bei der oben beschriebenen Überprüfung dreimal die entsprechende Unterlage der USTA eingesehen haben. Das Argument der STC, gemäß dem alleine der zeichnende Trainer im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht verantwortlich ist, scheint mir, wie man jüngst in den höchst unterschiedlich gelagerten Fällen von Gocciadoro und Reden sieht, mehr als fragwürdig.

  • Ich lese...

    in jeder Ecke der Verantwortlichkeit wurden Fehler gemacht. An Jeder Stelle der Verantwortlichkeit.

    Aber die Hirarchie ist fùr mich entscheident.


    Die liegt nicht beim Trainer.


    Sondern überwiegend beim Verband/Org der jetzt Verantwortlichkeit versucht abzuwälzen. (Wasche meine Hände in Unschuld) und profiliere mich. LAW &.....

    Nun sind sie mit ihrem eigenen Anspruch konfrontiert und wissen nicht damit imzugehen.

    Auf dem Rücken des Trainers.

  • Man sollte nicht voreilig Bring- und Holschuld miteinander verwechseln: Wenn die STC nicht befähigt ist, in drei konkreten Anlassfällen 2015 (Einfuhr), 2017 (Körung) und 2019 (Prüfung des gegenständlichen Verdachts) die Gültigkeit der Papiere zu prüfen, haben die hiesigen Verantwortlichen schlicht und ergreifend ihre Sorgfaltspflichten nicht gewaltet. Umgekehrt scheut man ja gegenüber ausländischen Aktiven - wie die Disqualifikation von Franck Ouvrie oder die Vorwürfe gegenüber Alessandro Gocciadoro in diesem Jahr belegen - keine Mühe, das Reglement bis ins kleinste haarspalterische Detail hinein auszubuchstabieren. Die Pointe besteht folglich darin, dass die STC in der Causa Propulsion, über ihr eigenes Unvermögen richtet. Das befreit den Trainer nicht von seiner Sorgfaltspflicht; die alleinige Schuld darf man ihn aber keineswegs aufhalsen.

  • Lou schrieb:

    Aber die Hierarchie ist für mich entscheidend.

    Das ist doch der Grundsatz für eine Demokratie.

    Keiner darf wichtiger sein als ein übergeordnetes Gremium.

    Keiner darf Regeln aufstellen ohne das ein übergeordnetes Regularium übergangen wird (außer mein "guter Freund" Trumpi ).

    Wenn ein Verband versagt kann nicht der Trainer die Verantwortung tragen müssen.

    Wenn der Trainer versagt kann nicht der Besitzer die Verantwortung tragen müssen.

    Wenn der Besitzer versagt kann nicht der ……….. ja wer denn jetzt?

    Ich weiß es auch nicht.

  • Wer es verbockt hat,wird in langwierigen Zivilprozessen geklärt werden müßen,da es um sehr viel Geld geht.

    Fakt ist,,er hatte in Europa keine Startberechtigung.


    Frage am Rande.Frankreich regt sich sehr über die fehlerhaften Schweden auf.Wird bei einem Start in Frankreich kein "Fohlenschein" überprüft?

    Da dort Kastrationen eingetragen werden müßen,müßten so Schweinereien wie Neurektomien doch auch dort stehen.

  • Tino

    Hirarchie heisst für mich in dem Fall....Verantwortlichkeit.

    Die der SW Verband Hirarchiech abwärts, allein dem Trainer zu ordnet!

    Halte ich für verkehrt.


    Das eine ist die "AUFSICHTSORGANISATION ".

    Das andere der "Pferde Trainer"., gemäß seiner Berufsausbildung und Verantwortung.

    Gibt Überschneidungen, aber die "Aufsicht" ist definiert.


    Der Trainer soll jetzt für die Wirrungen bilateraler, interkontinentaler Bestimmungen und Datenübermittlung allein verantwortlich sein.

    Und....bzgl. Übermittlungs Regularien und rein bürokratischen Verzögerungen, sowie jahrelanger offizieller Akzeptanz/Genehmigung der AUFSICHTSORGANISATION an Teilnahme der Leistungsprüfungen.


    Wie sollen im Nachinein die Wetter darüber befinden?

    Da gehts um noch mehr Millionen als den Gewinnsummen des Pferdes!!,

    Ich denke....in Opposit zur AtG handelt eine Aufsichtsorganisation, welche dem Landwirtschaftsmisterium unterstellt ist... Amateurhaft.


    Es geht nicht darum Verantwortlichkeit abzuschieben sondern das Problem bilateraler Daten ehrlich zu dokumentieren und Verbesserungen anzukündigen.

    Und eigene Fehler der Vergangenheit nicht einseitig zu leugnen sondern unter einer Art Vertrauensschutz zu stelllen und einen Neuanfang zu ermöglichen. Dem Wetter hilfts eh nicht was in der Vergangenheit passiert ist.

    Aber der erwartet keine, von seinen im nachhinein merkwürdig bewerteten Wettgewinnen/Verlusten! eine Kompensation, sondern systemische Veränderung der Handhabung.

    Statt jahrelanger Bewertungen seiner WETTEINSÄTZE ausserhalb eindeutiger Regularien und Verantwortlichkeit. Die SW Aufsichtsorg. ist auch verantwortlich gegenüber den AtG Kunden.