"Callijo" die Bank zum offenen Wochenstart? - Quinte 21. Okt 13.50h Enghien

  • Einen spannenden Start in die Woche verspricht die heutige Quinte mit einer Menge Klasse, auch wenn die meisten Namen nicht besonders geläufig sind. Eine leichte Tendenz geht dabei ins zweite Band. Dort ist vor allem Callijo Delbi (14) das gegebene Pferd, nachdem der Wallach beim vorletzten Start die Gegner in Grund und Boden lief, ohne seine Reserven voll ausschöpfen zu müssen. Bandgefährte Bellagio Monoi (10) ist frischer Doppelsieger und hat auch schon eine Quinte für sich entschieden. Auch ein vierfacher Triumphator des laufenden Halbjahres ist mit Clovis Montaval (9) mit einer Zulage gehandicapt, wobei dem 7jährigen die Aufholjagd ebenso zuzutrauen ist. An der Grundmarke gehen die meisten Sympathien und Einsätze wohl in Richtung Duc De Christal (6), der wieder mit Franck Nivard an den Ablauf kommt. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und da es kaum einen echten Streicher gibt, darf man auch in allen Wettarten mit guten Quoten rechnen.


    Prix De Pomarez / 13.50h / 49.000 Euro - 2.875m Bänderstart

    1-8 2.875m - 9-16 2.900m

    Zur Wettabgabe: https://www.trotto.de/rennen/T…eich/Enghien/211019030101


    Jean Marie Roubaud hat nicht nur zwei Starter, sondern konnte auch noch zwei Top-Piloten verpflichten. Die erste Farbe dürfte dabei ganz klar CALLIJO DELBI (14) werden. Der Wallach ist erst seit Juli in seinem Quartier, machte im Vergleich zur vorherigen Form aber Quantensprünge unter dem neuen Übungsleiter. Es gab schon zwei Treffer, wobei vor allem der in Saint-Galmier am 30. September beeindruckte. Mit viel Lauffreude hinter dem Auto schien der 7jährige in der Startphase noch abzuheben, aber Steve Stefano hatte alles unter Kontrolle. Eine Runde vor dem Ziel übernahm er dann mit Macht das Kommando und hielt von dem Moment das Tempo hoch. Damit nahm er den Gegnern jede Möglichkeit sich zu wehren und setzte sich im Einlauf "mit vollen Backen" ab. Dieser Augenweide folgte vor einer Woche ein "Probelauf" unter Rennbedingungen, der nicht ganz ernst genommen werden durfte. Der Favorit ist gefunden, aber seine Bilanz in Enghien ist mehr als ausbaufähig. Aber was ist mit der vermeintlichen zweiten Farbe? BE LOVE DESBOIS (8) war mehr als ein halbes Jahr abwesend und brauchte zwei Starts Anlaufzeit. In Lyon warf Kevin Leblanc alles in die Schlacht und schickte den Love You-Sohn schon an die Spitze. Auf den letzten Metern wurde er aber von Country Des Obeaux gekontert. Einen Start weiter könnte sich diese Form schon drehen.


    Hat BELLAGIO MONOI (10) seine Unsicherheiten schon überwunden hat die Trabsicherheit mit der Hausbahn in Le Croise-Laroche zu tun? Zumindest konnte Franck Ouvrie beim letzten Sieg im Finish alle Register ziehen ohne das der Wallach abhob. Damit bestätigte er den überragenden Volltreffer zuvor und Rang nebenher auch einen der heutigen Gegner nieder. Und das war kein geringerer als DEFI PIERJI (16), der an Zuverlässigkeit kaum zu überbieten ist. Ganze siebzehn Starts in diesem Jahr endeten sechszehn Mal auf dem Podest. Alexandre Abrivard übergibt wieder an seinen kleinen Bruder Leo, der mit dem Roc Melois-Sohn auch schon schöne Erfolge erzielte. Am 29. September nutzte der Nachwuchsfahrer Maxence Duveau den starken Speed des 6jährigen um den schon enteilten und späteren Sieger in Machecoul noch zum Zielfoto zu zwingen. Das es nur der Ehrenplatz war, half dem Wallach um heute in dieses Rennen reinzupassen. Lediglich 260 Euro unter der Gewinnsumme ist er bestens engagiert.


    Franck Nivard saß bislang nur einmal im Sulky von DUC DE CHRISTAL (6). Die beiden siegte im Mai in Graignes überaus leicht und empfahlen sich auch für Aufgaben in der Zentrale. Seitdem gab es bis auf ein Vorbereitungsrennen und den aktuellen Ausfall in Enghien nur Topplatzierungen. Und die Disqualifikation bei der Generalprobe kam auch erst im Schlussbogen zu Stande. Zu dem Zeitpunkt hatte der Ready Cash-Sohn noch einiges zu verkaufen, kam aber mit dem erhöhtem Tempo nicht zurecht. Das es heute wieder über den langen Weg geht, sollte dem 6jährigen deutlich entgegen kommen.


    Vier Siege seit Juli sprechen eindeutig für CLOVIS MONTAVAL (9). Der Wallach eröffnet das zweite Band, was in der Vergangenheit kein Hindernis darstellte. Zuletzt startete er aus dem ersten Band, war aber nach dem Bummelstart gefühlt mit einer Zulage von 25 Metern. Äußerst aufwendig arbeitete sich der 7jährige bis zur Spitze vor und wurde zu Beginn des Einlaufs passiert. Tony Le Beller glaubte aber weiter an den Sieg und kämpfte sich auf den finalen Metern wieder an den Gegnern vorbei. Mit so einer Form braucht er sich hier nicht zu verstecken.


    Weiterhin ist der Stall von Philippe Daugeard in Topform, was der Sieg von CESARIO BELLO (11) am 05. Oktober in Caen unterstrichen hat. Für seine eigene Kasse übernahm der Trainer früh das Kommando und spielte im Anschluss mit den Gegnern. Trotz der schon zuvor stabilen Form gab es immer noch eine gute Auszahlung am Toto. Die beiden Starts im September wurden jeweils mit guten dritten Rängen beendet, wobei man in Le Croise-Laroche nach ungünstigem Verlauf schon ein Stück hinter Bellagio Monoi im Ziel war. Die Umkehr ist nicht unmöglich, steht aber nicht als Pflicht auf dem Plan.


    Die Pferde von Christian Boisnard sind auf dem Papier nicht die erste Wahl für die Fünferwette. BILL BONNETIERE (7) ist das erste Mal in Enghien zu Gast. Seine stark wechselnden Leistungen machen die Einschätzung nicht ganz leicht. Am 02. Oktober hatte der Wallach nach einem Blitzstart in Meslay-Du-Maine früh die Führung, die abgegeben wurde. Der geschonte Verlauf stellte sich als goldrichtig heraus, weil der 8jährige im Einlauf problemlos frei kam und genug Reserven hatte um leicht den dritten Rang zu verteidigen. Als Außenseiter war das eine kleine Überraschung, wobei Charme De Star deutlich gehalten wurde. Nur vier Tage später war er in der tiefen provinz über Gras unplatziert. Dabei hat sich der Trainer im Einlauf auch nobel zurückgehalten um heute das erste Band zu sichern. Da könnten die Wetter ein weiteres Mal überrumpelt in werden. CLYDE DE LA ROCHE (15) war im letzten Jahr wenig und unregelmäßig am Start und pausierte dann ab November bis in diesen Mai. Der Oiseau De Feux-Sohn meldete sich aber schnell in Form zurück und hatte neben einem Sieg über Gras auch noch weitere Prämien auf dem grünen Untergrund eingesammelt. Der Trend zeigte bis zur Rückkehr auf Sand aber abwärts. In Cabourg machte der 7jährige aber eine gute Figur als er auf der Gegenseite im Rücken des Stallgefährten aufrückte und bis ins Ziel um den Sieg mitkämpfte. Für einen Toto von 87:1 erreichte er deutlich mehr als die Wetter ihm zutrauten. Heute wird aber ebenso eine derartige oder sogar bessere Leistung vonnöten sein.


    Am 19. September hat COUNTRY DES OBEAUX (3) wohl seine Bestleistung in dieser Saison erzielt. Aus dem ersten Band war der Wallach zwar in perfekter Lage als Vierter außen mit Führpferd positioniert. Schon vor Ende der Gegenseite musste Serge Peltier aber zum Angriff schreiten um der aufrückenden dritten Spur zuvorzukommen und zu verhindern eingebaut zu werden. Der Catchdriver fuhr gleich im Rush bis zur Spitze durch und hatte im Einlauf zwischenzeitlich schon einen Vorsprung von guten zwei Längen. Die Luft wurde aber dünner und Be Love Desbois steckte den Kopf an der Innenseite in Front. Der 7jährige, der heute erstmals von Pierre Vercruysse gesteuert wird, kämpfte sich aber erneut zurück und hatte auf der Linie einen kleinen aber entscheidenden Vorteil. Zuletzt war er in Lyon in einer Quinte engagiert und wurde nach einem geschonten Rennen auf der Gegenseite sehr früh eingesetzt, blieb aber alleine in der dritten Spur hängen. Das es trotzdem zu einem sechsten Rang, knapp hinter den besser Platzierten, gereicht hat, spricht für die aktuelle Qualität. Die mäßige Zeit war den schlechten Bedingungen des Tages geschuldet.


    BOXEUR DES BAUX (2) hat bislang eine gute Saison hinter sich und kann diese heute noch einmal toppen. Mitte Juli hat er sich beim ersten Start in Verbindung mit der Quinte in Cabourg als Zweiter prächtig geschlagen. Noch ein wenig wertvoller von der Prämie war ein Grasbahnsieg in Bernay, der geradezu spielerisch ausfiel. Mitte September dann der vorläufig letzte Start. In Vincennes nutzte er das erste Band um sich stets im Mittelfeld seine Chancen zu erhalten. Florian Desmigneux nutzte einen Zwischenspurt um sich in das vordere Quartett vorzuarbeiten. Aber die harte Tempoverschärfung im Schlussbogen konnte der Lilium Madrik-Sohn nicht mitgehen. Dennoch gab er nie auf und komplettierte als Fünfter die Großwette. Fünf Wochen Auszeit seit diesem Tag bringen aber ein wenig Vorsicht mit.


    CRACK DES LANDES (5) hat sich den Sommer über in eine gute Form gelaufen und versuchte sich zurecht am 13. September in Vincennes. Dennoch war der Sprung groß und das Vertrauen der Wetter relativ gering. Der Wallach zeigte aber als Vierter hinter Duc De Christal und vor Boxeur Des Baux wohl die beste Leistung seiner Laufbahn. Mit flotten Beinen aus dem Band war der Hardy-Schützling schnell an der Spitze zu sehen. Sebastien Hardy ließ aber den falschen Gegner passieren und verlor auf der Gegenseite reichlich Meter. Als sich die beiden endlich befreien konnten, war der 7jährige sofort bereit wieder ins Rennen einzusteigen und verteidigte die vierte Prämie. Dabei lief er ganz nahe an seinen Rekord heran. Der unplatzierte Auftritt in Alencon galt nur als Vorbereitung für heute.


    CHARME DE STAR (13) wurde im Sommer über diverse Grasbahnen immer wieder mit Geldern belohnt. Beim Start am 19. September in Pornichet zeigte er aber seine Klasse auf Sand, wobei das Los natürlich ein sehr passendes war. Das war auch in der Folge der Fall, wobei der Start in Meslay-Du-Maine für Zulagenpferde wie ihn einfach unterwegs zu langsam war. Das die Form nach wie vor in Ordnung ist, zeigte er vor fünf Tagen in Les Sables D´Olonne. Viel zu spät fand der Wallach aus dem Ecurie Des Charmes auf freie Bahn, holte aber noch einen sicheren Ehrenplatz. Heute wird aber wohl zu viel verlangt.

  • (Teil II)


    CHTIOT DE BELLANDE (12) hatte in den Wochen vor dem dritten Rang in Saint-Galmier nicht viel anzubieten. Insofern war der Kurs von 12:1 eigentlich recht kurz. Aber die Wetter waren zum Teil auf der richtigen Fährte, denn der Hengst war das schnellste Pferd im Einlauf, hatte gegen den überlegen siegenden Callijo Delbi nicht den Hauch einer Chance und ohnehin einen großen Rückstand. Die 13,5 waren natürlich in Ordnung und heute steht zudem noch Matthieu Abrivard bereit. Dennoch kommt das Duo nicht über eine Außenseiterrolle hinaus.


    Allein an der Startfolge von CARAT DU GOUTIER (1) lassen sich gewisse Probleme erkennen. Trotzdem konnte der Wallach Ende Juli in Cabourg eine passende Quinte in starker Manier für sich entscheiden. Bestätigt wurde der Treffer in Les Sables D´Olonne nicht und nach einem Start ohne Geld auf der Grasbahn von Chalons wurde ein weiterer Start im Rahmen einer Königswette gesundheitsbedingt abgesagt. Trainer Markku Vartiainen hat aber für heute wieder grünes Licht gegeben und bestätigt, dass sich der 7jährige in der Arbeit wieder angeboten hat. Dadurch das er immer mit vollen Beschlag an den Start ist die Ernsthaftigkeit des Engagements nicht komplett abzusehen.


    COLOMBO VICI (4) startete erst im Mai in die laufende Saison und konnte sich in den letzten Monaten mit vorderen Platzierungen in kleinen Prüfungen ankündigen. Das er Anfang September in einem Verkaufsrennen auftauchte und dort auch noch enttäuschte, spricht aber nicht für das Vertrauen des Umfelds. In Rambouillet war der Wallach Ende des Vormonats zumindest wieder der Schnellste im Einlauf und holte sich von weit hinten das vierte Geld. Vor den Toren Paris` ist die Leistungsdichte aber auch eine andere als auf der zweiten Pariser Rennpiste.


    Tipp:

    CALLIJO DELBI (14)

    BELLAGIO MONOI (10)

    DUC DE CHRISTAL (6)

    CLOVIS MONTAVAL (9)

    DEFI PIERJI (16)


    Für die Kombinationen: CESARIO BELLO (11) - BE LOVE DESBOIS (8) - BILL BONNETIERE (7)