Gustavson Be kämpft um Gold

  • Vorschau Berlin-Mariendorf, 20.10.2019


    In dem mit 15.000 Euro Preisgeld dotierten Hauptrennen ist der Fuchswallach mit seinem Trainer Victor Gentz gegen sieben starke Konkurrenten Favorit. Der Herbst-Pokal des VDT ist ebenfalls prominent besetzt.


    Er ist ein enorm beeindruckender Bursche: Von seinem Laufvermögen her können wohl nur ganz wenige in Berlin stationierte Pferde dem Wallach Gustavson Be das Wasser reichen. Der Sechsjährige aus dem Besitz des Brandenburgers Klaus Müller und des im bayerischen Schwanstetten beheimateten Peter Bartonik gewann exakt ein Drittel seiner 51 Lebensstarts und glänzte sogar schon auf schwedischen Bahnen wie Jägersro und Aby. Der Fuchs ist aber leider nicht ganz unkompliziert und war in den vergangenen Monaten zudem nicht gerade vom Rennglück verfolgt. Obendrein hat der Sohn des französischen Vererbers Juliano Star erhebliche Probleme mit dem Bänderstart. Am Sonntag könnte Gustavson Be, der seinem ständigen Begleiter Victor Gentz besonders ans Herz gewachsen ist, in Bezug auf die Preisgeldbilanz jedoch eine gehörige Schippe drauflegen. Denn im vierten Lauf der Goldserie, der als achte Tagesprüfung ausgetragen wird, geht es um stolze 15.000 Euro Dotation.


    Mit der Acht hat der Traber zwar nicht die beste Ausgangsposition erwischt. Aber egal – bloß kein Bänderstart: So lautete im Vorfeld die Devise seines Trainers. Was Gustavson Be zu leisten vermag, bewies er am vergangenen Wochenende beim Bahrenfelder Grand-Prix-Meeting. Obwohl der Wallach nach vorsichtigem Beginn auf der ersten Runde nur an letzter Stelle lag, zog das vor Kraft nur so strotzende Muskelpaket auf der letzten Gegenseite nahezu spielerisch am gesamten Feld vorbei und gewann souverän. Vielleicht war das sogar erst der Auftakt zu noch Höherem. „Ich glaube, dass seine beste Zeit noch vor ihm liegt. Denn Gustavson Be ist ein sehr spätreifes Pferd und er hat den Zenit seiner Karriere noch längst nicht erreicht“, sagt Victor Gentz und man spürt dabei den Stolz auf seinen Crack, der in den Worten des Profis mitschwingt.


    Der „Mann in Grün“ hat sogar noch eine zweite Waffe im achtköpfigen Feld, denn Gobelin tritt mit Franz-Josef Stamer von der Drei aus an. Unmittelbar neben dem Dunkelbraunen geht allerdings ein Gegner ins Rennen, der für beide Trainingsgefährten zum echten Prüfstein wird: Der erstmalig von Thomas Panschow gesteuerte Prince of Persia ist an einem guten Tag nahezu unbezwingbar, streute bei den letzten Auftritten aber unerklärlicherweise Galoppaden ein. Rainbow Diamant (Heinz Wewering) verfügt ebenfalls über enorme Klasse und schlug sich in der Breeders-Crown-Entlastung eine Länge hinter Gustavson Be tapfer. Während es für It’s Amazing (Roman Matzky) und Panasonic Diamant (Kay Werner) sicherlich schwer wird, ist Run for the Roses (Kornelius Kluth) geradezu so etwas wie ein köstlicher Wein, der mit zunehmendem Alter immer besser wird. Trotz seiner elf Lenze macht dem Vierbeiner-Helden in Bezug auf die Moral keiner seiner Gegner etwas vor. Das große Fragezeichen ist New Dawn. In Schweden konnte der Braune bis auf einen Treffer in Bollnäs nichts reißen – aber falls er sein früher gezeigtes Potential abrufen kann, ist er gefährlich.


    Die Prüfung ist also sehr ausgeglichen besetzt und dies gilt auch für den Herbst-Pokal des VDT, der als 5. Rennen ausgetragen wird. In dem Achterfeld ist kein einziges Pferd zu streichen. Der in Topform antretende Falco (Heinz Wewering) steht vor seiner bisher größten Herausforderung, denn Glaedar (Thorsten Tietz), Larsson (Heiner Christiansen), Perfect Hall (Kornelius Kluth), Malory (Josef Franzl) und der in Karlshorst auf regendurchweichter Piste enorm beeindruckende Fittipaldi (Andreas Gläser) sind hammerharte Konkurrenten. Flavio As (Jörgen Sjunnesson) und Tragopan Jet (Dennis Spangenberg) werden angesichts ihrer prominenten Gegnerschaft zwar mit Sicherheit nicht als Siegkandidaten gehandelt – aber falls ihnen der Verlauf entgegenkommt, können beide ein gutes Platzgeld abgreifen und gehören daher mit auf den Schein.


    Die Veranstaltung beginnt mit der Gewinnsummenklasse bis 1.250 Euro und angesichts der blendenden Stallform wird sich das Augenmerk natürlich auf den Lasbeker Debütanten Ol Dono Lengai (Josef Franzl) richten – eine gute Gelegenheit für Freunde von Außenseitern, auf Risiko zu spielen und kräftig dagegenzuhalten. Im 2. Rennen trifft der aus Schweden zurückgekehrte Iron Creek (Thorsten Tietz) auf Here I am (Kornelius Kluth), der sich ebenfalls aus einer Pause zurückmeldet. Es wird aber kein reines Duell stattfinden – Überraschungen sind durchaus vorstellbar. Im 3. Rennen beginnt die V7+ und nur ganz Mutige werden Maxi Cup (Josef Franzl) als feste Bank auswählen. Der Wallach bestätigt zwar die Meinung seines Teams und wird immer fester – aber Whirlwind BR (Jörgen Sjunnesson) ist ein ernstzunehmender Konkurrent und Unicorn Diamant (Kornelius Kluth), Hudson Boko (Ronald de Beer), Herbie Dot (Manfred Zwiener) und Paris Turf (Thorsten Tietz) sind ebenfalls nicht von Pappe.


    Eine super Entwicklung hat Classic Royale unter der Regie von Thomas Panschow in den vergangenen Wochen durchlaufen. Nachdem bei ihren ersten Auftritten zunächst überhaupt nichts klappte, ließ ihre Besitzerin Isabelle Bucher die Stute gründlich untersuchen und die Mühe und Zuwendung hat sich gelohnt. Die Dreijährige hat einen guten Weg eingeschlagen und muss sich nun im 4. Rennen gegen Over the Cloud (Josef Franzl), Magic Love (Kornelius Kluth), Flatrate AV (Michael Hönemann) und Rien n’est plus (Manfred Zwiener) behaupten. Ein wenig kleiner ist der Sieganwärterkreis im 6. Rennen. Eigentlich spricht bis auf die zweite Reihe nichts gegen Francesco und Jörgen Sjunnesson. Ronja Wohlers Vierbeinerstolz kann glatt als Tipp des Tages durchgehen. Das 7. Rennen ist wesentlich offener – aber angesichts seiner Zuverlässigkeit ist Twelve in a Row (Werner Schnieder) unbedingt anzukreuzen. Wer danach in der V7+ immer noch dabei ist, wird im abschließenden 9. Rennen vermutlich auf Romeo Diamant (Heinz Wewering) und Bogomir CG (Heiner Christiansen) hoffen.



    Die Wett-Highlights am 20. Oktober


    Prämienausspielung um Wettgutscheine und Sachpreise im Wert von 1.100 Euro über die Siegwette der Rennen 1-9.


    1. Rennen - Daily Double-Rennen.

    2. Rennen - Sieg-Jackpot 2.000.- €.

    3. Rennen - Start der V7+ Wette mit 10.000.- € Garantie.

    4. Rennen - Mit 3er und 4er Wette.

    5. Rennen - 4.000.- € Garantie in der 3er Wette.

    6. Rennen - Sieg-Jackpot 2.000.- €.

    7. Rennen - Mit 3er und 4er Wette.

    8. Rennen - 4.000.- € Garantie in der 3er Wette.

    9. Rennen - Sieg-Jackpot 2.000.- €.



    Unsere Tipps:


    1. Ol Dono Lengai – Fandjo – Maven Bo

    2. Iron Creek – Here I am – G.G.’s Victoria

    3. Maxi Cup – Paris Turf – Unicorn Diamant

    4. Over the Cloud – Classic Royale – Magic Love – Flatrate AV

    5. Falco – Glaedar – Larsson

    6. Francesco – Liberty Bell – Elsa Hanover

    7. Twelve in a Row – Wildest Dreams – La Chica – Ring the Bell

    8. Gustavson Be – Rainbow Diamant – Gobelin

    9. Romeo Diamant – Bogomir CG – Porto

  • Zu Rainbow Diamant:

    Früher hatte Wewering das Standing. Heute hat es nur noch M.N. Dieser hätte gefühlt schon hundert Mal wegen solchem nach aussen Fahren sanktioniert werden müssen. Ist aber noch NIE passiert. Ich will gar nicht sagen, dass es ungerechtfertigt war H.W. zurückzusetzten, aber diese EWIGE Ungleichbehandlung geht mir sowas von auf den Sack.

  • Zu Rainbow Diamant:

    Früher hatte Wewering das Standing. Heute hat es nur noch M.N. Dieser hätte gefühlt schon hundert Mal wegen solchem nach aussen Fahren sanktioniert werden müssen. Ist aber noch NIE passiert. Ich will gar nicht sagen, dass es ungerechtfertigt war H.W. zurückzusetzten, aber diese EWIGE Ungleichbehandlung geht mir sowas von auf den Sack.

    Wenn das rennentscheidend war, O.K. Vermutlich wurde nicht gesehen, dass Rainbow durch das Korrigieren langsamer wurde.


    Deswegen korrigieren viele die Pferde im Einlauf nicht. Und dass Herr Gentz aufgenommen hat ist keinesfalls zu erkennen.


    Da kann ich nun schon gar nicht mehr nachvollziehen, weshalb es im 4. Rennen noch nicht mal eine Überprüfung gab. Weder der Spurwechsel noch die Gangart von Rien n'est plus sind aufgefallen.

  • Eine ganz knifflige Sache in meinen Augen. RAINBOW DIAMANT kam unzweifelhaft in GUSTAVSON BEs Fahrspur. Ein Aufnehmen von Victor Gentz, nach dem GUSTAVSON BE dann noch einmal neu Schwung aufgenommen und dadurch noch einmal nah an RAINBOW DIAMANT herankam, wie der RL-Vorsitzende ausgeführt hat, sehe ich aber nicht. Ich bin da bei Carola Reckzeh . Ich sehe den Tempoverlust bei RAINBOW DIAMANT durch das Korrigieren und seinen Widerwillen (Kopfhaltung) dagegen.


    Losgelöst von anderen Fällen ist es in meinen Augen eine vertretbare Entscheidung. Im Wissen anderer Entscheidungen - da verstehe ich gambler voll und ganz - aber nicht!

    Trennen Sie Ihr Geld von Ihren Emotionen, bevor Ihre Emotionen Sie von Ihrem Geld trennen.

    Edited 2 times, last by casaque jaune: V statt F ().