Posts by Amateur

    reinholdyeti : bis auf ein Detail stimmt die Analyse. Der Schein war insgesamt sehr gut ausgearbeitet, da muss man sich weder selbst einen Vorwurf machen noch würden andere das tun. Dass die Bank kein Elfmeter war, wusste jeder. Janika Bo wäre noch viel mutiger gewesen, Fuggedaboutit eigentlich die logische Bank, aber es ist eben nicht jeder ein Fan von Tom, kann man alles nachvollziehen und zum Schluss benötigt man immer auch etwas Glück. Was ich jedoch nicht teile, ist die Aussage, dass das Floris-Rennen "sehr unglücklich" lief. Ich denke, andersherum ist es richtig. Hätte der gewonnen, hätte man alles Glück der Welt gehabt. Denn der Sieger war doch augenscheinlich das überlegene Pferd im Rennen und hätte sich lediglich durch einen Patzer fast selbst ausgeschaltet. Sah sogar wie aufgefahren aus, in dem Fall Unachtsamkeit der Fahrerin.

    ich muss zugeben, dass ich -unabhängig davon, dass es wirklich bemerkenswert ist, welche Mühe sich MG gibt- eigentlich kein Fan von solchen Aktionen bin. Das liegt aber weniger an den Machern als an den überwiegend zumindest für die Wetter nicht allzu aussagekräftigen Statements, die in den meisten Fällen nicht über Allgemeines hinausgehen. Aber spätestens nach dem 1. Rennen kann man doch schon feststellen, dass die Aktion heute was gebracht hat. Prime of Life mit guter Abschlussarbeit, tritt flott ein, das reichte doch schon für kleinen Mumm und zumindest dafür, den mitzunehmen. Auch wenn bei der hohen Siegquote nicht viele drauf angesprungen sind.

    Bin in der TG auch nicht dabei. Warum auch, bei der Transparenz durch Luba kann ja jeder S/P nach eigenem Geschmack mitwetten.


    möchte trotzdem ein Kompliment aussprechen für den Mumm, heute zwei Mille auf ein Pferd zu investieren. Nicht wegen des Betrags an sich oder weil es ja sowieso gut ausgeguckt war, aber weil es immerhin in etwa das halbe Budget war. Den Mut hat nicht jeder.

    Lanti , Rumpel:

    ich gestatte mir, das etwas anders zu sehen. Finde die V6 interessant und keineswegs untreffbar. Was natürlich nicht heißt, dass sie garantiert getroffen wird, jedes Rennen kann Überraschungen produzieren. Aber in 3-4 Rennen ist es denkbar, dass man mit etwas Glück und/oder Fingerspitzengefühl mit 2-3 Pferden auskommen kann, in zwei Fällen sehe ich sogar eine mögliche (Mumm-) Bank), die anderen Rennen sind zugegeben ziemlich offen.


    Aber welche Altenativen gibt es? 10.000 Euro Garantie drüberschreiben an einem Tag, von dem Rumpel behauptet, er wird sowieso ein Desaster? 10.000 Euro drüberschreiben, damit es sich für eine TG lohnt? 10.000 Euro drüberschreiben, die im Falle eines Treffers mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Zusatzgeschäft für den Rennverein bedeuten? Kennt denn niemand den Satz mit dem Geld, das man nur ausgeben soll, wenn man es hat?


    Da bin ich doch eher dafür, klein anzufangen, vielleicht ergibt sich ein Jackpot und dann geht es auch mit der Garantie rapide aufwärts. Aber hundert Euro oder ein paar mehr kann man auch unter der gegebenen Konstellation investieren. Denn eins ist so gut wie sicher: wenn die V6 getroffen wird, dann nicht sehr oft, und Rendite gibt es in dem Fall reichlich. War in letzter Zeit ja nicht immer so.


    Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn MG für den Mut belohnt wird, den rennfreien Sonnabend auszufüllen. Und Bundesliga läuft ja nur im Schlussviertel parallel, da sollte doch ein paar Unterstützungs-Euros nichts im Wege stehen.

    wie ergibt sich bei einer Quote von ca. 64.000:10 und 0,20 Euro Einsatz eigentlich eine Auszahlung von 1.428,50 Euro?

    Quote war 71428:10

    das ist Insiderwissen? Laut Nachschau:


    Drei Tagestreffer für die Quartiere von Josef Franzl und Manfred Schub - Fahrerdoubletten für die Amateure Walter Herrnreiter und Martin Geineder - V7-Wette bezahlt 64.425 :10


    dieselbe Quote steht im Rennbericht.


    Aber Sie werden ja Recht haben, deckt sich dann mit der Auszahlung. Ich war nur verwundert. Danke für die Info.

    Stanislawski : ich werde das Gefühl nicht los, dass Du Dir -aus Deiner Sicht- die größte Mühe gibst, aber -aus Sicht vieler anderer- immer neue Fettnäpfchen findest, in die Du zielsicher hineintrittst. Da schlägst Du also vor, das machen zu wollen, was Du willst (TG‘s zu eröffnen), erwartest aber von den Nichtbefürwortern, dass sie den Mund halten sollen. Und um noch ein paar Punkte zu machen, erklärst Du gönnerhaft, doch gar nichts gegen andere TG‘s zu haben. Ob das alles der richtige Weg ist?


    Meine Frage dazu: wofür genau wird trotto bzw. die Öffentlichkeit benötigt? Warum gründest Du nicht eine Facebook-, WhatsApp- oder sonstwas-Gruppe, in der Du mit Deinen Anhängern die Dinge durchziehst, abgegeben und abgerechnet wird dann eben nicht über trotto, sondern Dein eigenes Wettkonto. Es sollte mich nicht wundern, wenn auf diese Weise Deeskalation erreicht und Dir die vielleicht drohende nächste Sperre erspart würde.

    Vielleicht sollte der Sport über Konzepte nachdenken, die Zukunft ohne Wetten zu gestalten. 13,90 für eine getroffene V7 - ich sag dann mal Tschüs.

    ich bin, sofern es angebracht ist, bekanntlich für Verbesserungsvorschläge oder kritische Anmerkungen immer zu haben, aber diese halte ich dann doch für entbehrlich. Eine Quote ist nun einmal das Abbild der Wahrscheinlichkeit, mit der ein Ereignis eintritt. Die V7-Quote war tatsächlich sehr niedrig, wahrscheinlich wird es nie wieder eine so niedrige geben, aber es gewannen nun mal alle sieben Favoriten, dazu in kleinen Feldern, und alle standen, z.T. trotz Siegjackpots, unter 20:10. Bei genauerem Hinsehen war die V7-Quote sogar sensationell hoch, die Siegschiebe hätte auf 15 Cent Einsatz berechnet nur 2,85 Euro gebracht, nicht einmal ein Viertel der V7.

    Gristow : ich glaube nicht, dass sich „groß“ oder „klein“ durch absolute Zahlen definiert. Natürlich gab es früher Wetter, die mehr oder minder in jedem Rennen 500-1000 DM einsetzten. Die fehlen heute, doch auch im mittleren Bereich ist es weniger geworden. Sonst hätten wir ja andere Gesamtumsätze. Das ändert aber nichts daran, dass es weiterhin Wetter gibt, die zehn oder zwanzig mal so viel einsetzen wie der normale. Und darüber definieren sich -zumindest in dem Sinn, den ich meinte-, auch weiterhin Großwetter. Anders betrachtet, hätten wir nämlich auch früher hierzulande keine gehabt. Im Vergleich zu ein paar Asiaten, Amerikanern oder auch Franzosen agierte jeder bei uns noch so große nämlich nur mit Kleingeld.

    Gebe hier in vielen Punkten recht, jedoch den Seitenhieb auf eine TG hätte man sich sparen können...


    Man bekommt das Gefühl ein schlechtes Gewissen haben zu müssen wenn man eine TG einrichtet oder dort mitmacht.


    Erst kürzlich hat jemand (Du/Sie?) die TG wäre eher eine Umsatzbremse...:rolleyes:

    war kein Seitenhieb, sondern eine rein sachliche Feststellung in Zusammenhang mit der Zahlenanalyse.

    ich gestatte mir einige Anmerkungen zur heutigen Veranstaltung.


    Sie war von Anfang an mehr als gefährdet. Das Nennungsergebnis vom Montag, hier eingestellt, war mehr als mager. Dienstag, nach der Verlängerung, dauerte bis zum Abend, bis Starterfelder vorlagen. Acht qualitiativ wie quantitativ ziemlich schwach besetzte Rennen. Nicht wenige sprachen von Rennsport zum Abgewöhnen.


    Das, was sich bis hierhin negativ liest, dreht sich jetzt aber ins Positive. Denn passiert ist dies:


    1) den Traberfreunden wurde eine Veranstaltung geboten, die trotz allem kurzweilig war.


    2) Man konnte wetten, Spaß haben und häufiger mal treffen, und die Besitzer und Aktive nicht zu knapp Geld verdienen. Schließen wir die Züchter mit ein, waren es fast 30.000 Euro in acht Rennen mit nach etlichen Nichtstartern insgesamt etwas über 50 Pferden. Statistisch gesehen, hat jedes Pferd heute ca. 600 Euro verdient. Noch besser: kaum mehr als ein Dutzend Starter ging leer aus.


    3) Alle, die regelmäßig behaupten, solche Renntage sind für die Veranstalter von vornherein ein wirtschaftliches Desaster, müssen dazulernen. Der Umsatz lag im Schnitt pro Rennen bei nahezu 12.000 Euro. Das sind ziemlich genau 1.000 Euro pro Rennen mehr als beim letzten Mariendorfer Renntag vor zwei Wochen, als die Bedingungen besser und die Felder größer waren. Und 500 Euro mehr als vor einem Monat mit zwar größeren Feldern als heute, aber angesichts von nur sieben Rennen auch einer Art "Notprogramm".


    4) Die V7-Wette, die erwartungsgemäß als Favoritenfestival mit Miniquote endete, war trotz mangelnder Kombinationsmöglichkeiten entgegen vielfacher Prognose kein Zusatzgeschäft für den BTV. Soweit bei den veröffentlichen Umsatzzahlen abschätzbar, könnte sogar der V7-Umsatz in Etwa im einem Bereich gelegen haben, der nicht nur die Garantie abdeckt, sondern auch die vollen Abzüge möglich gemacht hat. Und das ohne TG, wer hätte das gedacht? Anstatt mit Macht zu kombinieren, wo es kaum etwas zu kombinieren gab, haben die so genannten Großwetter eben mit höherem Grundeinsatz agiert und die anderen sich gefreut, überhaupt mal eine V7 zu treffen.


    Mein persönliches Fazit: Solche Renntage braucht der Sport, denn die Alternative, abzusagen, hätte niemandem etwas gebracht. Er war ein Zeichen an die Aktiven/Besitzer/Besucher in Richtung Planungssicherheit, und ich finde es außerordentlich erfreulich, dass der BTV für dieses Wagnis wirtschaftlich nicht abgestraft wurde.


    Ich denke, die Anzahl der Menschen, die heute "Danke, BTV" sagen, ist beachtlich. Ich tue es stellvertretend.

    ich kenne die genaue Vorgehensweise zwar nicht, dass trotto kein Interesse hat, kann ich mir aber nicht vorstellen. Vielleicht liegt es daran, dass die Datenbank nur mit den Rennplätzen verknüpft ist, die im Angebot sind? Alles andere findet man dann per Zufall oder eben nicht. Kommt bei anderen Anbietern, die das Thema "Deutsche im Ausland" mit dem ungleich höheren Galopperanteil z.B. per Hand bedienen, auch immer mal vor.

    ich wünsche allen, die sich beteiligt haben, viel Glück. Ohne das wird es wohl nicht gehen, da ich vier Pferde wahrnehme, bei denen es mir persönlich unerklärlich ist, wieso man die im Fünferpack nicht dabei hat, zumal jeder von denen mehr als Nr. 5 in der Rangfolge wäre, und mindestens drei Pferde, bei denen vielleicht nicht nur ich mich frage, mit welcher Berechtigung die eigentlich mitgenommen wurden. Aber so ist für Spannung gesorgt, und es kann ja trotzdem klappen.

    Mal ganz unabhängig von dieser (meiner Meinung nach überflüssigen) Diskussion habe ich mir gerade einen Jack Daniels mit Cola gegönnt. Fussballfans wissen warum, eben wurde in Hamburg das Spiel abgepfiffen...:) Da freut sich ein Stanislawski ^^.

    Der eine findet eine Diskussion überflüssig, der andere eine TG, in der suggeriert wird, man könne only winner werden ("für den Einzelnen ist zehnfaches Geld möglich"), dann aber die beiden mutmaßlich klarsten Favoriten des Tages (beide in den Hamburger Pressetippst durchgehend an erster Stelle getippt) gebankert werden. Wenn die tatsächlich gewinnen sollten, wird es (mal ganz vorsichtig ausgedrückt) nicht ganz leicht, bei 500 Euro Einsatz überhaupt eine Rendite zu erzielen. Aber lassen wir uns überraschen.


    Ansonsten wundere ich mich über einen gewissen Sportsgeist. Ich persönlich kann mich freuen, wenn jemand gewinnt, aber in Feierstimmung zu geraten, wenn andere verlieren, liegt mir eigentlich fern. Naja.

    "Kleinwetter" sollen sich also nicht zusammenschließen, weil sie sonst "Großwettern" Konkurrenz machen oder die Lust verderben.

    Aha. Noch nie so eine schräge Argumentation gehört.

    wenn Sie mir zeigen, wo das stand, schenke ich Ihnen für die nächsten drei Kleinwetter-TG's jeweils einen Anteil.


    Tatsächlich ging es beim offenbar missratenen Versuch, auf eine Problematik hinzuweisen, nicht um TG's an sich (von denen es, egal wieviel Umsatz sie machen, nie genug geben kann), sondern um die bei verschiedenen Wettern abschreckende Wirkung, die durch das Publik-Machen erzielt wird, und damit um einen für den Veranstalter nachteiligen Effekt. Und das ist nun mal nicht die schräge These eines Irren, sondern Fakt.


    Aber lassen wir es gut sein, es sollte und wurde niemand angegriffen, und wenn trotzdem einige das glauben erkannt zu haben, ist es eben so.

    Amateur

    Wenn ich Sie richtig verstanden habe,dann ist der kleine Wetter willkommen,um dem großen Wetter mit seinem Geld den Pott zu füllen.Wehrt er sich und setzt das Geld mit Gleichgesinnten ein,damit er mithalten kann,ist er nicht willkommen.das darf doch wohl nicht wahr sein.

    keine Ahnung, ob Sie mich nicht verstanden haben oder verstehen wollen. Jeder Wetter ist natürlich herzlich willkommen, wobei erwiesenermaßen tausend, die in jedem Rennen einen Euro setzen, sogar wichtiger sind, als einer, der tausend setzt. Nämlich z.B. weil der leichter ausfallen kann als die gesamte Gruppe.


    Es ging ausschließlich darum darzulegen, dass die TG‘s a la Stani dem Rennverein in puncto Umsatzsteigerung nicht helfen, wie ständig behauptet wird. Und zwar nicht, weil es sie gibt, sondern weil sie öffentlich sind und damit bei einigen, die selber für erheblichen Umsatz sorgen könnten, für Defensive sorgen. Das ist übrigens nicht meine persönliche Meinung, sondern eine, die von vielen Profis und sogar Wettanbietern geteilt wird.


    Würden solche TG‘s im Hintergrund laufen, gäbe es das Problem gar nicht. Darüber sollte nachgedacht werden. Ein Angriff gegen den Initiator oder die Mitspieler war nicht geplant oder gewollt.

    caliph :

    was Sie schreiben, ist im Grunde richtig. Es geht aber auch nicht um die pure Existenz solcher TG's, sondern darum, dass sie öffentlich sind. Erst dadurch treten die beschriebenen Umstände ein, weil jeder im Vorwege weiß, dass da ein Schein mit relativ hohem Einsatz unterwegs ist und die eigenen Chancen mutmaßlich reduziert. Würde sich im Hintergrund eine TG bilden, wäre das anders.

    Stellen Sie sich die Prämienausspielung in Berlin vor: Sie wetten in jedem Rennen den Favoriten 100 Euro Sieg, weil Sie glauben, die meisten werden gewinnen, und dass Sie dann am Ende des Tages nicht nur Geld gewonnen, sondern auch jede Menge Anteilscheine haben und vielleicht das Auto bekommen. Nun wird ein Sponsor interviewt, der sagt, Wetten ist ja irre, ich setzte ab sofort auf jeden Favoriten 2.000 Euro. Sagen Sie nicht, das würde Ihr Wettverhalten (und das ähnlich vorgehender Wetter) nicht beeinflussen.

    Mir ist völlig klar, dass Stani und vielleicht auch manche, die bei ihm einsteigen, einen "dicken Hals" bekommen, aber dennoch: diese kleinen TG's für deutsche Rennen sind meines Erachtens keineswegs geeignet, wie so oft propagiert, die jeweiliege Bahn und damit den TRS insgesamt zu unterstützen. Das Gegenteil ist richtig: jede TG schadet dem Rennverein und wäre ich Veranstalter, würde ich trotto dringend darum bitten, solche TG's nicht zu eröffnen.


    Warum soll das so sein, werden sich viele jetzt fragen. Die Begründung ist einfach. Die Garantieauszahlungen von 10.000 Euro in Berlin oder noch mehr von 5.000 Euro in Bahrenfeld sind für größere Wetter der unterste Bereich der Attraktivität. Unter "größere Wetter" verstehe ich solche, die alleine oder zu zweit/dritt in einer V7 z.B. um die 600 bis 800 Euro investieren können und dies manchmal auch tun, in Hamburg vielleicht die Hälfte solcher Beträge. Deren Ziel ist natürlich nicht der Spaß am Renntag, sondern ein möglichst gut dotierter Treffer. Dabei gehen sie davon aus, dass sie mit einem Einsatz in der beschriebenen Höhe ziemlich konkurrenzlos sind und bei halbwegs "krummen" Siegern eine sehr realsitische Chance besteht, alleine zu gewinnen. Mit Pech muss man dann noch mit ein bis zwei ähnlich gestrickten Großwettern teilen, aber man weiß ja nicht, ob die an dem Tag auch einsteigen, also ist die Hoffnung zunächst einmal vorhanden und zur Not sind ja auch die Hälfte, ein Drittel oder ein Viertel noch schöne Gewinne.


    In dem Moment, in dem die TG antritt, schwindet eine solche Hoffnung. Dabei spielt es keine Rolle, ob man glaubt schlauer zu sein als der jeweilige Kapitän. Alleine die Tatsache, dass diese TG in Berlin 1.000 und in Hamburg 500 Euro einsetzt und damit z.B. die Hälfte mehr als man selbst, bringt ihr den Vorteil der größeren Anzahl von Tippreihen und damit rein statistisch bestrachtet eine größere Chance zu treffen.


    Folge: Aus der garantierten Auszahlung von 10.000 bzw. 5.000 Euro wird gefühlt die Hälfte, weil im Unterbewusstsein damit gerechnet wird, dass die TG sowieso trifft oder, falls nicht, man selbst wahrscheinlich auch nicht. Somit wird das Engagement jener maximal Handvoll Großwetter, die in dem beschriebenen Umfang agieren (können), heruntergefahren. Entweder auf den Rahmen einer Spaßwette oder man spielt in Anbetracht der im internationalen Bereich vorhandenen Alternativen gar nicht und hofft auf das Entstehen eines Jackpots. In jedem Fall bedeutete das für den Veranstalter einen starken Umsatzverlust und spätestens, wenn sich drei Wetter so verhalten, gehen einem Rennverein mehr Einsätze verloren, als durch die TG generiert werden. Ganz abgesehen davon, dass diejenigen TG-Wetter, die vielleicht wirklich nur ein so geringes Wochenbudget haben wie von Stani beschrieben, schon mehr als 10 Euro Umsatz in den einzelnen V-Rennen machen, wenn sie anstelle des Zehners für die TG privat in jedem Rennen zwei Euro einsetzten.


    Dass es so ist, wie beschrieben, darf angenommen werden, ich verhalte mich selbst so und weiß, ohne dass ich bundesweit alle größeren kenne, von zwei anderen Wettern, dass sie es tun. Da geht die aufgemachte Rechnung zu Lasten der Rennvereine leider ganz schnell auf. Dass in letzter Zeit ein ums andere Mal die Garantiesummen nicht erreicht wurden, kann durchaus als Indiz für die Richtigkeit der These gewertet werden.

    casaque jaune : bin ganz bei Ihnen bzgl. der heutzutage nicht zwingend vorhandenen Notwendigkeit von Zweijährigen-Rennen. Finde aber trotzdem, das der traditionsreiche „Winterfavorit“ eine Berechtigung hat. Und wo ich nicht zustimme ist, dass der Rennverein das schwache Feld hätte voraussehen können oder sogar müssen. Wenn fünf Wochen nach der breeders crown (20 Starter) in einem noch dazu „aller Länder“ ausgeschriebenen Winterfavoriten nicht mal ein Drittel dieser Anzahl genannt werden, kann man schon ein wenig überrascht sein.


    Liegt es evtl. sogar daran, dass es nicht zwischendurch die eine oder andere Startmöglichkeit gibt, so dass die Pferde leichter in Schwung gehalten werden können oder auch andere mal laufen können als Standortbestimmung? Wer will schon mit einem Debütanten in ein großes Rennen gehen? Im wirklichen Leben gibt es ja ein gewisses Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.

    ohne den Kapitän kritisieren zu wollen, muss man zugeben, dass dieses Rennen von vornherein die wahrscheinlich größte Schwachstelle des Scheins beinhaltete. Nicht nur, weil genau ein Pferd auszulassen ziemlich oft die Seuche bringt. Der Sieger hatte eine extrem gleichmäßige (gute) Form, dazu erhebliche Gewichtsvorteile gegenüber allen anderen. Da bestand von Haus aus die Gefahr, dass wir wegfliegen. Als dann bis kurz vor dem Rennen ständig Geld kam, das Pferd stand ja längere Zeit um 50:10, konnte man das Unheil erahnen, hat ja auch ziemlich überlegen gewonnen.

    das mit den häufig nur zwei Ansichten ist eben mein Eindruck und weder böse gemeint noch eine Attacke. Darin einen Diskreditierungsversuch zu sehen, scheint mir aber etwas übertrieben, wenn Sie sich die Definition des Begriffs vor Augen führen, laut Wikepedia:


    "Als Diskreditierung (lat. dis „entzwei“, credere „vertrauen“) bezeichnet man das gezielte Untergraben des in eine Person oder Sache gesetzten Vertrauens in der Öffentlichkeit. Oftmals wird zum Erreichen der persönlichen Ziele das Mittel der Lüge benutzt.

    Mittel der Diskreditierung sind Verleumdung, Indiskretionen oder das Verbreiten von Gerüchten."


    Ich glaube nicht, dass davon etwas auf meine Äußerung zutrifft.


    Ansonsten haben Sie Ihre Meinung, die auch nicht jeder teilt, wie ich hörte, und ich habe meine bzw. eine, von der ich glaube, sie mit der gängigen bzw. einzig möglichen Praxis begründen zu können. Insofern ist doch alles gut im Sinne einer sachlichen Diskussion.

    Aber sie nur deshalb, weil sie praxisfremd sind, nicht einzuhalten, hat was Anarchisches.

    Nicht die Regel selbst, die drei Erstplatzierten zur Dopingprobe zu bestimmen, ist praxisfremd, sondern die von Ihnen angemahnte Vorgehensweise wäre es.


    Es erstaunt immer wieder, dass ein intelligenter und trabrennsportlich (positiv gemeint) erheblich vorbelasteteter User nur selten in der Lage ist, über ein Thema sachlich zu diskutieren. Sehr oft gibt es nur zwei Ansichten: Ihre und die falsche.


    Das beginnt schon bei Ihrer Definition von "drei Erstplatzierten". Sie mahnen an, dass, wenn es nicht um jene nach dem endgültigen Richterspruch ginge, der Satz um "zunächst" ergänzt werden müsste. Wer gibt Ihnen die Kenntnis dazu? Wer ermächtigt Sie auszuschließen, dass es die drei Erstplatzierten nach dem vorläufigen Richterspruch sein sollen? Richtig ist m.E. nur, dass die Vorschrift nicht glücklich bzw. eindeutig formuliert ist, aber durchaus Interpretationsmöglichkeiten in beide Richtungen gestattet. Nebenbei: Auf (da sind wir wieder bei "praxisfremd") die Frage, wie konkret vorgegangen werden soll, weil theoretisch neben dem Viertplatzierten weitere Pferde involviert sein bzw. aufrücken könnten, gehen Sie gar nicht erst ein.


    Ich gebe noch ein Beispiel, diesmal aus früherer Zeit, das Sie vielleicht auch aus der Praxis noch kennen: Damals war es üblich (ob heute noch, weiß ich nicht), neben Pferden mit auffälliger Leistung auch welche zufällig zur Dopingprobe zu bestellen. Da wurde vor Renntagsbeginn gelost, z.B. "der Drittplatzierte aus dem vierten Rennen". Ankündigung dem Fahrer gegenüber (wie heute auch) unmittelbar nach Zieldurchfahrt, damit er auf dem Geläuf bleibt und vom Steward in Empfang genommen werden konnte. Kennen Sie einen Fall, wo der Vierte auch unter Aufsicht stand, da sich ja innerhalb der dreiminütigen Protestfrist etwas ändern könnte? Ich nicht.


    Ansonsten bleibe ich dabei, dass es wenig sinnvoll ist, den "Fall As des Jacquets" hier hoch zu hängen. Erstens, weil er die absolute Ausnahme darstellt, zweitens, weil man wegen der schwammigen TRO-Formulierung der RL überhaupt kein Fehlverhalten vorwerfen kann, drittens, weil niemand geschädigt und viertens, weil niemand begünstigt wurde.