Posts by Mops

    Christina Hempel

    Tierärztin

    Basispass

    Kleiner Kutschführerschein

    Amateurfahrer

    Amateurtrainer

    Besitzer

    Züchter

    Seit 1983 im Sport

    Die Fahrkandarre ist im Fahrsport Vorschrift oder die Doppelringtrense. Kein Fahrpferd geht mit Scheck. Man kann auch ohne Scheck eine Kandarre anlegen. Die bewegliche Unterlegkette ist lt. LPO abzupolstern mit Gummi und darf die Unterlippe nicht einquetschen.

    Diese Schiefgängerstange hat keinen maulnahen Gebißring sondern einen stählernen Aufzug. Die Leine und der Zaum sind mit mind. 5 cm Höhenabstand eingeschnallt. Dies erzeigt Hebelwirkung wie bei einem Pelham oder einer Kandarre.

    Frau Lehmann ist in vielen Ländern unterwegs mit ihren Trabern. Geradedeswegen ist eine Kontrolle durch die hiesige Rennleitung vor dem Start wichtig. Um Globetrottern mitzuteilen, das diese Gebiß Kombination hier nicht erlaubt ist.

    Sie ist auch im Reitsport unterwegs. Dort sind solche Kombinationen im Springsport tatsächlich erlaubt. Solange die einzelnen Gebisse zugelassen sind, ist eine Kombination erlaubt. Man darf tatsächlich ein Pelham, eine Kandarre, eine Unterlegtrense und einen Zungenstrecker zusammen anlegen und damit im Springsport losreiten. Dies ist aber in der TRO nicht vorgesehen. Sonst wäre es z.B. erlaubt, das kleine gebrochene Scheckgebiss gegenzuschnallen.

    Die Schiefgängerstange ist so ziemlich das schärfste Gebiß, welches man einsetzen kann. Ob da nun Leder drum ist oder nicht. Sie übt eine erhebliche punktuelle Kraft direkt auf die an dieser Stelle sehr dünnen knöchernen Unterkieferladen. Dies wird erheblich verstärkt durch ein zu stramm ansitzendes mexikanisches Sperrhalfter ( Nüstern sind eingeschnürt, das Pferd kann nicht maximal einatmen ). Bei leichtestem Zug drückt die Stange in diesem Fall sofort direkt auf den Knochen, das Gebiß hat keinerlei Spiel im Maul. In diesem Fall ist die Schiefgängerstange mit einer Hebelwirkung über die Kandarrenaufzüge nochmals verstärkt. Durch die Kinnkette hat das Gebiß ebenfalls kein Spiel.

    Jedes Sperrhalfter muß mindestens 2 fingerbreit ( aufrecht gemessen ) Spiel aufweisen. Anderenfalls kann das Pferd den produzierten Speichel nicht mehr abschlucken. In Skandinavien und England wird das tatsächlich vor den Turnieren nachgemessen. Eine Teilnahme ist mit zu engem Sperrhalfter untersagt.

    Inzwischen habe ich genügend offene Unterkieferknochen gesehen, bis hin zu Frakturen in diesem Bereich. Nur durch die "weiche" Schiefgängerstange, korrekt nach TRO angelegt. Die Kombination Kandarre/ Schiefgängerstange ist mM nach durch die TRO nicht genehmigt. Auch hat die Schiefgängerstange in der TRO keinerlei Hebelwirkung.

    Thomas Welsing

    Wenn man 5 Starter nennt in einem Rennen, sollte man auch genügend geschultes Personal incl. Equipement mit nehmen, welches ein Gebiß korrekt anlegen kann. Anderenfalls sollte man das lassen. Bazire hat auch regelmäßig mehrere Pferde im Rennen, klappt auch.

    Warum züchtet "Frau" überhaupt? Wir sind Züchter für den "Eigenbedarf". Wenn Platz ist im Stall, wird gezüchtet. Da wir unsere Rentner behalten und sie nicht abgeben, wird verständlicherweise nicht jedes Jahr gezüchtet. Auch wenn es bisher jedesmal ein Highlight war, den Kleinen auf die Welt zu helfen und sie bei der Erkundung der Welt zu beobachten. Und vor allem: ihnen das Wichtigste im Umgang mit den Menschen spielerisch beizubringen.

    Herr Lingk meinte schon im Frühjahr nachdem dritten Sieg, das wir das Züchterchampionat anführen. Worauf ich am Telefon fragte: ob denn überhaupt noch jemand anderes gezüchtet hat, und vor allem nach welchen Kriterien das Championat gewertet wird. Auf beide Fragen habe ich bis heute keine Antwort erhalten.

    In diesem Jahr sollte es umkämpfter sein, da sind ein paar richtig interessante Berlin- Brandenburger Traber ins Rennalter gekommen.

    Von daher " ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn ". Ich befürchte im Gegensatz zu anderen Bärchensammlern wird unseres wohl einsam im Regal stehen müssen..

    Einen schönen Abend

    So ganz stehen lassen, kann man das aber nicht.

    Die Qualität der 350 Zuchtstsuten und gezogenen Fohlen ist hervorragend. Es wurde und wird immer noch massiv selektiert bei den Stuten. Aufgrund der hohen Kosten, wird nicht mal mehr mit Stuten gezüchtet, nach denen sich früher die Züchter der zweiten Reihe die Finger geleckt hätten. Weil man als Züchter ein finanzielles Risiko eingeht, wird tatsächlich äußerst passend mit dem Besten gedeckt. Schließlich möchte man dann als Käufer oder Züchter für den Eigenbedarf auch mitfahren können und nicht nur hinterher. Das Mißverhältnis von Decktaxe zu den Renngewinnen ist eklatant. In Frankreich mag ein Love You 18000€ Decktaxe kosten, aber wenn der Franzmann drei Rennen in der Provinz einfährt, hat er das drin. Wenn ein Pferd hier drei Rennen in Karlshorst gewinnt, ist eine Decktae von 8000€ für Love You immer noch zu teuer. Von daher resultieren auch die niedrigen Bedeckungszahlen. Früher wurde auch viel gezüchtet, was man einfach auch hätte lassen können. Da gab es nur Vermehrung - nicht Zucht. Gute Pferde waren der Zufall.


    Die Preise für Startpferde und Jährlinge finde ich immer noch erstaunlich ziemlich hoch. Kaum ein Startpferd, welches veräußert wird, läuft seinen Kaufpreis wieder ein. Und anscheinend erwarten das weder Besitzer noch Trainer. Hauptsache man hat Spaß mit dem Pferd. Früher waren die Preise durch diverse Zwischenhändler auch für normale Durchschnittspferde einfach viel zu hoch. Da wurde ein 3j. mal eben für 10000 DM beim Züchter gekauft, weil er 1:20 im März lief, und ne Woche später stand er nach 2 Zwischenstationen für 80000 DM im Rennstall - als Derbykandidat.


    Rennvereine können nicht mit einem auf Amateuren fußenden Sport planen. Der Aufwand an Personal ist heutzutage trotz aller technischen Errungenschaften nicht weniger geworden - eher mehr. Diejenigen Aktiven, die noch dabei sind, sehen das ganze pragmatisch, aber kaum pessimistisch. So lange es geht, geht es. Das, was man beitragen kann zum Erhalt des Sportes, leistet man. und versucht so viel positives heraus zu ziehen , wie es geht.


    Einen TF kauft man für TF Rennen. Solange es diese planbar gibt mit höherer Dotierung ohne Einsatz, ist ein Markt vorhanden. Sobald die TF Rennen nicht mehr ausgeschreiben werden, verschwinden auch die TF wieder. Die nehmen keinem Jährling den Platz weg.

    Vielen Dank an Amateur für den Beitrag. Vielen vielen Dank an den BTV, das sie solche Renntage noch abhalten wollen und können.

    Unverständlich finde ich, daß sich einerseits beschwert wird, es gibt zu wenig Geld zu verdienen, aber für solch ein mit 10000€ !!!! ausgeschriebenes Rennen findet sich kaum ein Trainer/ Besitzer mehr, der daran teilnehmen möchte. Das Rennen ist nicht vom Himmel gefallen, es stand in der Ausschreibung länger drin, und 3j die gerade nicht am Großen Zirkus teilnehmen konnten und im Herbst in Schwung kommen, die sollte es noch geben. Anscheinend aber nicht - das Starterproblem ist noch ärger als vielen bewußt ist.