Amateurtrainer-Lehrgang in Berlin-Mariendorf 2020

  • Interessenten wird die Möglichkeit geboten, am 09. und 10.03.2020 in Berlin-Mariendorf einen zwei-tägigen Amateurtrainer-Lehrgang mit anschließender Prüfung zu absolvieren.


    Die Teilnahme am Lehrgang ist freiwillig, die Absolvierung der Prüfung mit Erfolg ist jedoch notwendige Voraussetzung für die Erteilung eines Amateurtrainer-Ausweises. Die Kosten betragen nach der Gebührenordnung des HVT für den Lehrgang 150,00 € und die Prüfungsteilnahme 40,00 €. Aus Kulanzgründen wird die Lehrgangsgebühr bei Wiederholern nicht erhoben.


    Anmeldungen (formlos) werden per Fax (030/ 74 30 48 150) oder E-Mail (nicole.luban@hvt.de) bis zum 28.02.2020 angenommen.

  • „Die Teilnahme am Lehrgang ist freiwillig...“


    Alleine die Tatsache, dass dieser Lehrgang nur 2 Tage dauert, ist - in meinen Augen- schon fahrlässig zu nennen, aber lediglich eine Prüfung absolvieren zu müssen, um dann mit 500 Kilo schweren, bis zu 50km/h schnellen Tieren in Gruppen hantieren zu können, da fehlen einem die Worte. =O

  • Liebe Frau Walter-Mommert,

    wenne es ginge, dann würde ich Ihnen für Ihren Beitrag 100 Likes geben! Als echter Trabertrainer, der den Job vor einem mehrwöchigen, kostenpflichtigen Meisterlehrgang mindestens sechs Jahre gelernt hat, muss man sich doch komplett verars... vorkommen!!

  • Dürfen Sie, sehr gerne, war auch erwartet, diese Frage..


    Herr Werner,


    meine AF-Prüfung habe ich Anfang der 90er Jahre gemacht, jeden Mittwoch-und Samstagnachmittag wurden 4 Wochen lang fröhlich und stundenlang Theorie und Praxis unter den unerbittlichen Augen Wolfgang Sandeck‘s geübt.
    Bänder-,Autostarts, Anspannung ( baziremässig, sprich Lederanspannung), Gesundheit der Pferde, Verhalten usw.usw..

    Herr Sandeck war ein sehr autoritärer Kursleiter, dennoch von herzlicher Menschlichkeit geprägt, vermittelte sein Wissen auf unnachahmliche Weise,

    gab nicht eher Ruhe ehe auch der letzte Kursteilnehmer routiniert und mit gebotener Aufmerksamkeit alle Aufgaben rund um den Sportpartner Pferd

    beherrschte.
    Die Theorie Prüfung erinnert mich heute noch an Abiklausuren...Totenstille, Schummeln und Abschreiben unmöglich, der patrouillierende Herr Sandeck hatte alles im Griff-in der Tat war die Freude nach bestandenem Kurs (Praxis und Theorie) riesig.

    Meine Berechtigung für die AF-Trainerlizenz habe ich, wie durch den HVT genehmigt, vor geraumer Zeit durch die Erreichung der 100 Siege Marke einholen können. Wir beide können uns auch gerne darüber austauschen, warum welche Trainer-Lizenzen ( Profis dito) auf welcher Basis ausgegeben wurden, Bestand haben, generell nie eine Basis hatten oder über Gebühr standorttechnisch strapaziert wurden.


    Der HVT legt die Regeln fest, Herr Werner, der Lehrberuf des Pferdewirts -Schwerpunkt Trabrennen- ist demontiert worden zugunsten der Starteranzahl. Easy going nennt man das..

    Die Einführung bzw. die folgenden Interpretationen zur Erlangung des AF-Trainerscheins in den folgenden Jahren sind jedoch höchst bedenklich, sicherheits-und nachwuchstechnisch, warum soll noch irgendjemand diesen Beruf erlernen?


    Es geht nicht um meine Person, Herr Werner, würden morgen die Regeln zur Erlangung des AF-Trainerscheins geändert, bitte herzlich gerne, sehe

    dem in absolut ruhiger Gelassenheit entgegen nach 30jähriger „Pferdegesellschaft“.

    es geht um die Pferde...um die Auslöschung eines Berufstandes.


    Wenn man keinen Baum hat, kann man auch kein Lametta anhängen, für den Baum ist der HVT zuständig, innovative Ideen, Motivation der Züchter und Besitzer, Nachwuchsförderung, Kontakt zur Basis, Aussendarstellung..Null!


    Der HVT hat seinen Sitz in Berlin, wie wäre es denn mal mit einer Neujahrsansprache des Präsidiums anlässlich der Championatsehrung letzten Sonntag gewesen, Fazit der letzten Monate oder einfach mal Präsens zeigen über Stream und ein paar mutmachende Worte verlieren..


    Und nein, das schweift nicht vom Thema ab, die Rettung des Sports verlangt soviel mehr als die wöchentliche virtuelle Veröffentlichung eines TRK...

  • Was ich nicht ganz an der Vergabe verstehe: Ist es denn nicht ein Unterschied, Pferde im Rennen zu fahren und Pferde für das Rennen vorzubereiten? Also heisst, wenn man 100 Siege im Rennen erfahren hat, dass man dann automatisch Pferde auch zu Rennpferden ausbilden und trainieren kann, um gesunde Rennpferde daraus zu machen? Früher gab es doch den Trainerschein auch erst nach der Meisterprüfung, oder?


    Auch wenn der Amateurtrainer ja nur zum Trainieren der eigenen (FamilienPferde) Gültigkeit hat und damit die Berufsmäßigkeit (wie ja schon Amateur aussagt) ausschließt, dient er ja letztlich als Qualifikation vom Haupt(zucht)verband zum Trainieren von Rennpferden.


    Was die Anwesenheit des HVT-Präsidiums angeht: Warum sollte die Neujahrsansprache am 12.1.2020 im Rahmen einer Mariendorfer Rennveranstaltung stattfinden? Der HVT hat ja seine eigene Championatsehrung.

    Und wenn eine Neujahrsansprache (was ja eine nette Idee wäre) stattfinden sollte, dann wäre es ja sinnvoll, dies vor dem ersten Rennen des Jahres zu tun. Egal auf welcher Rennbahn.

  • Frau Walter-Mommert,


    sehr berechtigte Kritik im Dauerthema "Mangelverwaltung HVT"!


    Eines jedoch widerspricht sich, m. M. nach sogar deutlich: wieso bedienen Sie sich selbst dieses formellen Regeltricks?

    Bereiten Sie selbst Pferde auf Rennen vor und trainieren diese regelmäßig? Wenn nein - demontieren Sie somit nicht selbst den Berufsstand?

    Auch durch die Formalie (?) "Trainer Karin Walter-Mommert" entgehen "richtigen" Trabertrainern die doch so existentiellen Trainerprozente, oder?


    In Beitrag #2 machen Sie deutlich, wie schwierig es ist, mit 500 Kilo schweren Tieren umzugehen.

    In deutschen Pferdeställen machen das täglich 100.000e (junge) Frauen und Männer. Zu großen Teilen als Hobby und ohne eine Ausbildung.


    Jemand, der im März in Berlin diese abstruse Prüfung ablegt, wird sich entweder heute schon um diese schweren Lebewesen kümmern,

    oder es tatsächlich bisher und zukünftig nicht tun.

    Also, heute längst kein Grund mehr zur Aufregung. Das hätte man vor 10-20 Jahren (ich weiß nicht mehr genau, wann man diese schwachsinnige

    Regelung getroffen hat) tun müssen. Heute ist der Zug nicht nur abgefahren, sondern er steht schon vor dem Altmetall-Friedhof...

  • Patricia,

    Ihre Fragen sollten Sie dem HVT stellen...incl.

    Neujahrsansprache auf allen Bahnen, empfände ich persönlich eine sehr positive Geste.


    Heron,

    es gab sogar Zeiten, in denen Besitzer-Trainerlizenzen an Personen vergeben wurden, ohne Basis einer AF-Lizenz.

    Meine Einstellung zur AF- Trainerlizenz habe ich bereits verdeutlicht, nebenbei ab 20.01. nehme ich die meinige auch nicht mehr in Anspruch, bin aber tatsächlich der Meinung, dass eine umfassende Prüfung, der zumindest Wochen des kontrollierten Praktizierens incl. Theorie vorausgehen, Grundlage sein sollte.

    Was sich teilweise im Freizeitbereich mancher Reitersleute abspielt ist in meinen Augen hanebüchen und hat mit verantwortungsvoller Pferdepflege und- haltung nichts gemein.


    Dem sollte der TRS als Hochleistungssport für Pferde nicht nacheifern, warum nicht über verantwortungsbewusste Änderungen nachdenken, Prüfungen ansetzen, welche als Themen Beschlag Fütterung, Haltung, Trainingsmethoden, Krankheitsbilder, Blutbildanalysen, Parasitenbefall, Impfdecken u.ä. enthalten?

    Seminare zu diesen Sachverhalten anbieten?

    Warum sollte ich diesen Denkanstoss nicht geben?

    Wir hatten Lehrlinge, die hielten trotz Berufsschulbesuch, Fesselträger für Teile der Dachkonstruktion eines Stalles. Auch hier..unglaubliche Qualitätsmängel, immenser Überholungsbedarf des Schulpensums.


    Man kann sich mit der Abwärtsspirale abfinden oder aber offen ansprechen, wo es hakt..

    Letzteres kann vergeblich sein, aber einen Versuch ist es doch wert, jedenfalls in meinen Augen.

  • Nehme hiermit keine Stellung zu den vorausgegangenen Postings, da sind einige Wahrheiten geschrieben worden.

    Zu dem aktuellen AFT- Angebot: Wer sich seit längerer Zeit für Rennen, Ernährung, Dopingregeln und Zucht interessiert und selber Rennpferde mit der daraus herzuleitenden Erfahrung hat, der braucht sich um das Bestehen der Prüfung keine Gedanken machen. Wenn dann noch der Vorbereitungslehrgang besucht wird Kann gar nichts mehr schief gehen.

  • Meine Einstellung zur AF- Trainerlizenz habe ich bereits verdeutlicht, nebenbei ab 20.01. nehme ich die meinige auch nicht mehr in Anspruch, bin aber tatsächlich der Meinung, dass eine umfassende Prüfung, der zumindest Wochen des kontrollierten Praktizierens incl. Theorie vorausgehen, Grundlage sein sollte.

    Ok, meine Fragen haben Sie zwar nicht beantwortet, aber der Umstand, dass Sie jetzt Ihre Lizenz nicht mehr beanspruchen, zeugt ja von Einsicht.

    Was sich teilweise im Freizeitbereich mancher Reitersleute abspielt ist in meinen Augen hanebüchen und hat mit verantwortungsvoller Pferdepflege und- haltung nichts gemein.

    Sehr pauschal, Frau Walter-Mommert! Und wenn so pauschal, dann sollte man es nicht auf die "Reitersleute" beschränken.
    Im Freizeitbereich mancher Trabersleute ist auch einiges im argen...

  • Nein, möchte ich nicht, Frau Walter-Mommert! Ich verstehe Sie auch richtig. Ich bin nur der Meinung, dass eine Trainerin "Karin Walter-Mommert"

    nicht gut zu Ihrer Person passte. Und wenn Sie dieses Konstrukt zu Recht in einem öffentlichen Forum kritisieren und selbst solch eine Lizenz

    besitzen, machen Sie sich "angreifbar". Daher wäre mir eine Antwort, die da ungefähr lautet "Ja, auch wir haben gemerkt, dass Trainerprozente

    richtigen Trainern gehören und deshalb gebe ich meine Lizenz zurück" sympathischer.


    Und, wenn die Inanspruchnahme legitim ist, dann dürfen Sie die Menschen, die im März solch eine Prüfung ablegen, hier auch nicht pauschal

    verurteilen. Wenn es für Sie legitim ist, dann bitte auch für andere.

  • Die Änderung bzw. Erweiterung der Amateurtrainerregelung wurde meines Wissens nach eingeführt, weil sich im positiven Dopingfall der nur zeichnende Trainer aus der Sache rausreden konnte, weil er das Pferd ja gar nicht in seiner Obhut hatte. Daher wurde die alte Amateurtrainerregelung (100 Siege als AF) erweitert. Somit konnte dann auch der als Trainer zeichen, der tatsächlich die Obhut hat.


    Fortbildungen oder Schulungen für die Aktiven wären wünschenswert. Aber viel wichtiger würde ich es finden, wenn den Berufsfahrern, die schon mit der 50-Siege-Trainerlizenz trainieren bzw. aktiv im Sport sind, Möglichkeiten (finanzielle Unterstützung...) gegeben werden, die Meisterprüfung zu machen. Weil, wer soll denn irgendwann die Lehrlinge ausbilden?

  • Ist es nicht so, dass der deutsche TRS über jedes Startpferd froh sein muss, total egal von wem es wie vorbereitet wird?

    Gabs nicht auch schon in den 80ern und 90ern genug Pferde, die ausschließlich vom Besitzer vorbereitet wurden und wegen den Statuten lediglich einen Trainer als Zeichner brauchten dafür dass diese am Rennbetrieb teilnahmen?

    Gibts heute Leute, die sich durch eine Amateurtrainer Prüfung die Lizenz zum Gelddrucken „erschleichen“ wollen?

    Was hat eine Amateurfahrerprüfung mit einer Amateurtrainerlizenz zu tun? Soviel wie Äpfel und Birnen?

    Gibts Amateurfahrerlizenz heute auch mit weniger Aufwand?

    Mein Statement dazu:

    Für den Wetter ist es ein Vorteil, wenn er sehen kann wer das Pferd auch trainiert und nicht nur wer „zeichnet“...von daher nur ein Vorteil, wenn es am Besten gar keine Prüfungen oder Bedingungen gibt die das verhindern!

    PS: In den 90ern hab ich während des Derbymeetings mit meinen eigenen Augen gesehen, dass ein total besoffener Amateurfahrer zum Rennen von zwei Leuten auf den Sulky gesetzt wurde...wurde das auch beim Lehrgang von Herrn Sandeck geübt?8)

  • Frau Mommert wenn ich Ihren Text kurz zusammen fasse ,mussten Sie für Ihre Amateurtrainerlizenz keine Prüfung machen und genau so sollte es auch sein jeder der ein Rennpferd sein eigen nennt sollte ohne Prüfung dieses auch machen können ,ein einfaches Papier in dem man für die volle Verantwortung des Tieres unterschreibt (z.B Doping) sollte dafür ausreichen meinetwegen zum Kurs der jetzigen Prüfung also 150€. Damit der HVT nicht leer ausgeht.

  • Und ...mitnichten werde ich Ihrer Argumentation pauschal folgen...und meine Lizenz nutzen, so Bedarf entstünde.

    Gerne auch nach revidierten Erhaltskonditionen...

    Welcher Bedarf könnte denn entstehen, dass Sie Ihre Lizenz entgegen Ihrer Aussage im Beitrag #9 dann doch nutzen?

    Nochmal - würden Sie Ihr Pferd dann konsequenterweise auch selbst trainieren?


    "Revidierte Erhaltskonditionen"... Was immer Sie damit meinen!?!?!?


    Wir lassen es besser, Frau Walter-Mommert ! Freuen wir uns lieber auf den nächsten Renntag in der Bundeshauptstadt in Berlin.

    Schon am Sonntag geht es weiter mit einem tollen Renntag in Karlshorst. Ausgeglichene große Felder und eine Attraktion jagt

    zwischen den Rennen förmlich die nächste. Ein würdiger Rahmen für die von Ihnen geforderte Neujahrsansprache der

    HVT-Präsidentin...

  • Heron,


    was soll „revidierte Erhaltskonditionen“ wohl meinen?


    Überarbeitete Bedingungen/Abnahmeprüfungen, welche zum Erhalt der Lizenz führen, jetzt verständlicher?

    „Wir lassen es besser“, kein schlechter Slogan für die grottenschlechte Umsetzung des Bestrebens den Sport auf eine breitere Amateurbasis zu stellen.

    Dies 10 Jahre zu spät und in der Tat amateurhaft, aber - und jetzt zitiere ich die weise Frage eines großartigen Menschen- darf wer sich ein Auto kauft, dies auch sofort fahren?


    Heron,


    Sie lenken ab und haben sich auf mich eingeschossen, bitte kein Problem, nur zu.
    Mir geht es um die Tatsache, dass die Haltung eines Pferdes und alle damit verbundenen Aufgaben hier auf das Niveau des Kaufs einer Bananenstaude reduziert werden.
    Demnächst gibt es keine Payback Punkte bei Aldi, sondern Trainerlizenzen - na dann...
    Ob, wann und wer die „Rede an die Nation“ hält, ist mir persönlich schnuppe, denn Inhalt, Perspektive und Bekenntnis vermisst man seit dem großen Stühlerücken.
    Es kann nicht Aufgabe des Deutschen Trabrennsports sein, nur noch Nachlassverwalter der französischen, höchst bedauernswerten Ausschussware zu sein . DIes ist der Deutschen Zucht und Züchter nicht würdig!


    Frascati,


    „Gibts Amateurfahrerlizenz heute auch mit weniger Aufwand?“ so Ihre Frage..hätten Sie gründlich gelesen, wüssten Sie es..ja!

    Im Dutzend billiger..

    Warum haben Sie den Betrunkenen AF nicht der RL gemeldet? Kann man nicht nachvollziehen..

  • @kwm

    Wen haben Sie denn in den 90ern als alkoholisiert gemeldet? Gab ja genug Kandidaten damals. Und erzählen Sie jetzt nicht, Sie hätten nichts gewusst. Im Stallcasino wurde öffentlich reichlich von den Aktiven getrunken, teilweise exzessiv. Gab ja sogar einen Derbyzweiten von dem jeder wusste dass er vollstramm im Endlauf war.

    Sie spielen ja hier gerne den Moralapostel, dann sollten Sie sich mal lieber an die eigene Nase fassen. Denn Sie als Lizenzinhaberin sind mal wirklich verpflichtet so etwas zu melden, ich als Wetter bin da eher nicht in der Pflicht! Oder war das kein Thema bei Herrn Sandeck?

    Abgesehen davon, hätte jeder alkoholisierte Fahrer damals gemeldet, wäre es eine lange Schlange gewesen in die man sich beim melden einreihen hätte müssen!