Druss De Guez sucht richtige Gangart - Quinte 03. Dez 13.50h Vincennes

  • In einer Klasse bis 165.000 Euro für 6-7jährige Hengste und Wallache warten keine ganz großen Namen auf die Wetter, aber in der offenen Quinte-Prüfung sicherlich gute Quoten. Einmal mehr stellt Jean Michel Bazire den Favoriten der Aufgabe, wird aber mit der Form seines Schützlings Druss De Guez (11) auch deutlich über der 20:10-Marke abgehen. Neben der Frage ob der Champion den Wallach zum Traben bewegen kann, ist auch die Frage nach dem stärksten Kandidaten von der Grundmarke zu beantworten. Dort sind einige Neuerscheinungen in Vincennes unterwegs. Also sollte man sich wohl besser an die Vincennes erprobten Pferde halten, die aber 25 Meter mehr zu absolvieren haben. Unter denen kommt man an dem frischen Sieger Dreamer Boy (13) nicht vorbei.


    Prix Des Pyrenees / 13.50h / 37.000 Euro - 2.850m Bänderstart

    Zur Wettabgabe: https://www.trotto.de/rennen/T…ch/Vincennes/031219030101


    Referenzrennen:

    Freitag, 22. November, Vincennes

    https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2019-11-22/7500/2

    DREAMER BOY (13) - Sieger

    DESIR DE BANNES (10) - Sechster

    DRUSS DE GUEZ (11) - disqualifiziert


    DORANIC FOUTEAU (1) hat mit seinen beiden Starts im November schon angekündigt, dass er auch an die gute Stallform von Andre Dreux anknüpfen möchte. In Laval spulte der Wallach auf dem letzten Kilometer ein großes Programm ab. Im Schlussbogen lag der 6jährige noch an achter Position, machte sich aber mit viel Speed auf seine Lage zu verbessern. Das gelang auch und er konnte einen Moment sogar um den Sieg mitkämpfen. Rang Drei war der Lohn der Mühe. In Le Croise-Laroche traf die Dreux-Farbe auf den unsicheren DOMINGO D´ELA (2), der sich an diesem Tag alle Unsicherheiten verkniffen hat. Doranic Fouteau war vom Start bis ins Ziel nur im Mittelfeld zu sehen, während der Wallach aus dem Hause Borodajko im Einlauf einen schönen Sprint zum Sieg hinlegte. Damit ist er auch beim Debüt in Vincennes zu beachten und wird seine Anhänger finden.


    Auch DUANG TAA (3) beginnt in Vincennes und dürfte trotz der letzten dürftigen Form in der Lage sein vorne mitzumischen. In Graignes dezimierte sich sein erstes Band nach dem Start und Fehlern der Konkurrenz deutlich, aber Yoann Lebourgeois schaffte es trotzdem in der Todesspur zu landen. Die für die Klasse recht stramme Partie war dann zu viel für den Wallach. Das er es auch viel besser kann zeigte er bei seiner Serie an Ehrenplätzen zuvor. In Le Croise-Laroche machte er an der Spitze das Tempo und kämpfte im Einlauf tapfer, verließ dabei aber die Innenkante, was dem Sieger den Weg ebnete. Der Ausflug nach Vincennes wird durch die Verpflichtung von Eric Raffin noch hoffnungsvoller.


    DJANGO DES ILES (4) war in diesem Jahr schon zweimal in einer Quinte in Vincennes zu Gast. Ohne Erfolg und im Laufe des Jahres fiel der Wallach auch noch häufig seinen Unsicherheiten zum Opfer. Dadurch wurde von September bis Mitte November eine Bedenkpause nötig, die in Graignes mit Eisen beendet wurde. Nach der unplatzierten Leistung scheinen immer noch Defizite in der Leistungsbereitschaft zu liegen, auch wenn der Opium-Sohn heute ohne Beschlag ins Rennen geht.


    DO YOU LOVE ME (5) wechselte Ende letzten Jahres in das Quartier von Cees Kamminga und vermied seitdem einen Auftritt in der Heimat. Mit dem Start in Vincennes überspringt der Wallach gleich einige Schwierigkeitsgrade und trifft in der Quinte auf gute Konkurrenz. Das war aber auch in der Wahlheimat in Holland der Fall. Am 22. November hatte er eine Zulage auszugleichen und kam ab Mitte der Überseite immer besser ins Rennen und schien im Schlussbogen noch für einen Podestplatz in Frage zu kommen. Die ungewöhnlich lange Distanz verlangte dann aber ihren Tribut und der 6jährige verlor auf den finalen Metern wieder einige Positionen und endete auf Rang Sechs. Nur acht Tage zuvor war er in Hamburg der letzte Verfolger der überlegenden Siegerin. In den Kombinationen verdient er ein Kreuz.


    DARWIN LA MESANGE (6) hat im letzten Winter lange pausiert und kam erst im Frühjahr wieder auf die Rennbahn zurück. Seitdem sammelte er einige Prämien, ehe er am 18. Oktober in Amiens, erstmals mit Matthieu Verva verbunden, einen überraschenden Sieg feiern konnte. Aus der zweiten Startreihe zog der Olimede-Sohn früh bis an die Spitze durch und siegte in neuer Rekordzeit auch noch überlegen. Grund genug auch heute wieder auf Verva zu setzen. Für Trainer, Besitzer und Wetter besteht aber wegen des Debüts in Vincennes ein wenig Zurückhaltung.


    DEFI DE LA COUDRE (7) konnte erst im Oktober in Enghien seinen Rekord auf 15,0 drücken. Dafür war nur ein dritter Rang nötig, wobei diese Marke heute noch einmal dringend unterboten werden muss, um unter die ersten Fünf zu laufen. Für den Debütenten in Vincennes war der Podestrang schon die mit Abstand beste Leistung der letzten Monate. Das ist auch wenn er wieder ohne Eisen läuft einfach zu wenig.


    DUC DU GOUTIER (8) absolvierte in Laval eine recht gute Generalprobe, als er im Nachwuchsfahren mit nur wenig Aufforderung im Einlauf noch einige Plätze gutmachen konnte und als Sechster nahe an den besser Platzierten endete. Für den Start in Vincennes ist der Wallach ohne Eisen und in der Profihand von Jean Philippe Monclin natürlich ganz anders eingestellt. Die beiden hatten schon häufiger die Gelegenheit sich kennenzulernen und triumphierten im Juni über Bahn und Distanz. Er gehört hier zu den Unverzichtbaren.


    Eric Testard hat seinen CACHOU DES PUYS (9) wohl hauptsächlich wegen der äußerst passenden Ausschreibung angegeben. Schon jetzt wird ein Rennen am 08. Dezember in Lyon als Ziel gehandelt, weshalb man mit dem heutigen Start auch die Zeit wunderbar überbrücken kann. In einem offenen Rennen wird man aber die Gelegenheit gutes Geld zu verdienen nicht liegen lassen, wenn es sich im Laufe des Rennens ergibt. Die Gesamtform und die lediglich vier Starts seit Juli 2019 sprechen aber eher nicht dafür.


    Das zweite Band beginnt mit DESIR DE BANNES (10), der nach seinen Ausfällen in der Provinz in Vincennes ohne Hintereisen viel sicherer daherkam. Stets im Mittelfeld verteidigte der Hengst seine Position ohne das Herve Sionneau wirklich was riskieren musste. Im Ziel war es dann eine kleine Prämie, wobei er schon fünf Längen hinter dem siegreichen Dreamer Boy die Linie passierte. Eine Steigerung ist mit neu gewonnener Sicherheit aber zu erwarten.


    Mit dem Trainer Jean Michel Bazire im Sulky ergibt sich für DRUSS DE GUEZ (11) natürlich keine Garantie, aber die Favoritenrolle am Toto ist dem Wallach trotz der vielen Ausfälle zuzutrauen. Im Sommer hat der 6jährige auch seine Laufgewalt mit einem Hattrick in der Provinz bewiesen, aber dann begannen die Unsicherheiten. Bazire nahm ihn daraufhin ein wenig aus der Schusslinie und ließ den Schützling des Ecurie Vautors mit vollem Beschlag ein wenig die Morl aufbauen. Am 22. November sollte er dann wieder schlagkräftig ins Geschehen eingreifen, sprang in der Hand von Nicolas aber beim Ab aus dem Band sofort an den Turm.


    Neun Monate Pause konnte CHARME CREOLE (12) mit zwei Starts sicherlich noch nicht kompensieren. Junior Guelpa bringt den ehemaligen Seriensieger auch wiederum mit vier Eisen an den Start. Zuletzt war er auf der Bahn weit hinter den Geldern.


    Ungewöhnlich offensiv trug Yves Dreux seinen DREAMER BOY (13) beim Sieg am 22. November vor. Auf halbem Weg übernahmen die beiden das Kommando und hielten das Tempo so hoch, dass die Konkurrenz keine Antwort parat hatte. Der Sieger selber schloss das Rennen nur ein Zehntel unter seinem Rekord ab und sollte auf der großen Bahn noch ein wenig schneller agieren können. Auch wenn er dort noch nicht so viel Erfahrung sammeln konnte, gehört er in der Verfassung zu den Mitfavoriten.


    Nach langer Zeit war DIESIS DU GOUTIER (14) wieder barfuß im Rennen unterwegs und übernahm trotz äußerstem Startplatz hinter dem Auto sofort und rigoros die Führung. Gaby Gelormini saß zu dieser Gelegenheit genau wie heute im Sulky und musste sich im Schlussbogen schon deutlich rühren. Als sein Schützling an der letzten Ecke schon überlaufen wurde, zog der Italiener die Klappen und damit alle Register. Der Hengst reagierte blenden und kämpfte sich wieder mit der Nase in Front. Das Zielfoto musste trotzdem herhalten um einen knappen Vorteil auszuweisen. Die Rückkehr auf vier Eisen stimmt aber für die bessere Prüfung in Vincennes ein wenig bedenklich.


    Franck Leblanc hat von seinen zahlreichen Startern im Wintermeeting nur zwei Traber siegreich von der Bahn führen können. Aber die Konstanz in Sachen Platzgeldern liest sich äußerst gut. Auch DEXTER DES BAUX (15) wird die Bilanz wohl weiter aufbessern können und gilt als einer der besten Herausforderer für den Favoriten. Seine Erfahrung in Vincennes wird sich hier als hilfreich erweisen. Am 15. November versuchte er sich ebenfalls auf dem Plateau De Gravelle, aber die klebrige Bahn und die flotte Endphase auf der Mitteldistanz waren nicht sonderlich nach seinem Geschmack. Gerade als er sich an die Seite der Spitze vorgearbeitet hat, ging es auch schon wieder rückwärts. Heute gehört er über den langen Weg wieder zu den Pflichtkreuzen.


    COOPER DE GUEZ (16) bringt eine gute Papierform mit, konnte seine Resultate aber in zu niedrigen Klassen erzielen. Nachwuchsfahren und die noch weiter unten angesiedelten Verkaufsrennen sind kein Vergleich zu den heutigen Anforderungen.


    Tipp:

    DRUSS DE GUEZ (11)

    DREAMER BOY (13)

    DEXTER DES BAUX (15)

    DUC DU GOUTIER (8)

    DESIR DE BANNES (10)


    Für die Kombinationen: DORANIC FOUTEAU (1) - DOMINGO D´ELA (2) - DO YOU LOVE ME (5)