Außenseiter Wirbelwind bezwingt Ida F Boko

  • Franzl-Double in Straubing – Championatsanwärter gehen leer aus


    (hb) Fünf Trabrennen standen gestern Mittag in Straubing auf dem Programm. Dabei konnte keiner der Championatsanwärter punkten. Es bleiben also Rudolf Haller und Christoph Schwarz mit je 12 Siegen vor Gerhard Biendl, der zwei Zähler dahinter liegt. Die Entscheidung wird zum Saisonfinale am 15. Dezember fallen. Erfolgreichster Akteur war Josef Franzl, dem ein Double gelang. Für die Wertung auf der Gäubodenbahn spielt er keine Rolle mehr, aber auf deutscher Ebene wird er wohl seinen Bronzehelm gegen den Silberhelm von Rudolf Haller eintauschen.


    Zum Auftakt der Doublewette hatte Josef Franzl mit Cortina Viking trotz höchster Startnummer bereits zu Beginn der ersten Gegenseite das alleinige Kommando. Danach bestimmte er das Geschehen souverän und verwies Naranja sowie Commander H auf die Plätze.


    Auch im Bänderstartrennen kam Josef Franzl mit Seppi Barosso glänzend ab und hielt sich die Gegner bis ins Ziel sicher vom Leib. Dahinter behauptete Quel Coleur seine Position gegen Garland Boko und Otto Cash. Mitfavoritin Cortina Viking war durch eine frühe Galoppade ausgefallen.


    Ihren aktuellen Straubinger Erfolg hat Salvedonatella eindrucksvoll bestätigt. Nach einem Sicherheitsstart setzte sich Josef Sparber noch vor dem zweiten Bogen an die Spitze und blieb ungefährdet. Russel Yankee und Santiago Viking landeten auf den Plätzen.

    Mit einer Riesenüberraschung endete das NiederbayernTV-Rennen. Marie Galante hatte den schnellsten Antritt, während Georg Frick mit Wirbelwind stets die Todesspur einnehmen musste. Dahinter war Ida F Boko, das Straubinger Pferd des Jahres 2019, in einer idealen Lage. Als es in die Zielgerade ging, verblüffte der 498:10-Außenseiter Wirbelwind mit dem besten Speed und ließ die hohe Favoritin Ida F Boko eine halbe Länge hinter sich. Die Viererwette komplettierten Serafino und Scott. Der Erfolg von Wirbelwind war umso erstaunlicher, da sein Trainer mit ihm bei der Anreise zwei Stunden lang im Stau stand und erst kurz vor dem Rennen auf der Bahn eintraf. Ohne Aufwärmen musste der neunjährige Wallach also gleich hinter das Startauto.


    Der Autostau bremste allerdings Marie Lindinger aus, die in der Einleitung durch einen Sieg mit Pompano Julian die alleinige Tabellenführung in der Straubinger Amateurwertung übernehmen wollte. Die Fahrt übernahm Martin Ch. Geineder, der gleich nach dem ersten Bogen in Front zog. Vor den Tribünen machte sich Walter Herrnreiter mit Eclat de Beylev in dritter Spur auf den Vormarsch, legte sich neben den Piloten und fuhr im Einlauf in Tagesbestzeit von 17,6 sicher vorbei. Put on a show holte sich das dritte Geld. In der Amateurwertung ist nun Herrnreiter bis auf einen Sieg an die führenden Marian Tux und Marie Lindinger herangekommen.