Orsi Mangelli 2019

  • Völlig unter geht hier leider der traditionell am 1.November ausgetragene „Gran Premio Orsi Mangelli“ (Turin / 1600m / 363.000 €), zu dem auch Deutschlands Derbysieger Velten von Flevo (Rick Ebbinge), sowie der dort nur knapp unterlegene Juan Bros anreisen, wobei der Derby-Zweite diesmal von Pippo Gubellini gesteuert wird.


    Juan Bros darf gleich im 1.Vorlauf ran, wobei Startplatz 10 natürlich alles andere als optimal ist, er aber dafür die vermutlich etwas leichtere „batteria“ erwischt hat. Zwar trifft er dort u.a. auf den amtierenden italienischen Derbysieger Alrajah One, allerdings darf man getrost daran zweifeln, dass er tatsächlich Italiens Nummer eins im Jahrgang ist, kam doch sein Erfolg vor sechs Wochen unter äußerst glücklichen Umständen zustande. Ein ähnliches Kaliber stellt der Derby-Dritte Italiens, Antony Leone dar, der ebenso das Finalticket anpeilt wie der im Derby leider fehlerhafte, zuvor aber sowohl im „Nazionale“ als auch im „Città di Napoli“ jeweils Zweitplatzierte Al Capone Stecca. Der seinerzeit im Derby an einem Fehler gescheiterte Argentovivo hat im Sommer sowohl Alrajah One als auch Antony Leone bezwungen und unterlag in seinem Derby-Vorlauf für den Sieg nur hauchdünn, womit auch er berechtigte Ambitionen auf einen Finalplatz anmeldet. Der Hengst tritt nun erstmals unter der neuen Regie von Trainer Holger Ehlert an und wird demnach auch zum ersten Mal von Roberto Vecchione gesteuert. Der ebenso wie Juan Bros mit einer schlechten Startposition ausgestattete Franzose General Du Parc läuft erstmals überhaupt außerhalb seiner Heimat, hat aber seine Eignung für die Sprintdistanz u.a. schon bei seinem dritten Platz im „Prix Henri Cravoisier“ unter Beweis gestellt. Granon Védaquais, der bereits zweijährig unter der Ägide von Philippe Allaire den Löwenanteil seiner knapp 156.000 € verdiente, konnte bei seinen beiden Generalproben weder in Mailand, noch in Turin gefallen und unterlag dabei auch relativ deutlich gegen Juan Bros.

    Alessandro Gocciadoro stützt sich in diesem Vorlauf übrigens auf den zuletzt zweimal in Folge über den kurzen Weg siegreichen Aramis EK, der allerdings mit der Jahrgangsspitze seines Landes bislang noch nicht viel zu tun hatte und bislang den Beweis schuldig blieb ein solches Rennen gewinnen zu können.


    Im zweiten Vorlauf darf sich Derbysieger Velten von Flevo zwar über eine einigermaßen passende Nummer (5), aber gleichermaßen auch auf einige Hochkaräter „freuen“, die dem auch diesmal wieder in der Hand des niederländischen Champions antretenden Hengst gehörig auf den Zahn fühlen werden. Für den Ende Juli in Jägersro in der Breeders Course erfolgreichen, danach aber in seinem Derby-Vorlauf als Favorit nach einer halben Runde angesprungenen Acciaio, fliegt Örjan Kihlström eigens aus Schweden in die italienische Autostadt. Ares Caf gewann den Derby-Trostlauf Start-Ziel gegen Ananas Jet, sowie gegen zwei(!) weitere Gegner, was somit nicht unbedingt überbewertet werden sollte. Amon You SM könnte da schon eine etwas andere Hausnummer sein; der Love You-Sohn gefiel schon als Zweiter im „Carlo Marangoni“ nicht schlecht und kam auch im äußerst kurios verlaufenen Derby auf den Ehrenplatz ein. Alle italienischen Augen werden aber natürlich auf Axl Rose gerichtet sein, der nach den Siegen im „Nazionale“, im „Città di Napoli“ und auch im „Marangoni“ als unumstrittener Jahrgangsprimus galt und auch völlig zurecht als 14:10 Favorit ins italienische Derby ging, wo anfangs auch alles nach Plan zu laufen schien und er früh die Führung übernahm, er dann aber eingangs zur letzten Gegenseite - immer noch scheinbar souverän in Front liegend - plötzlich und ohne erkennbaren Grund ansprang und auch nicht mehr auszuparieren war. Da auch die anschließende Generalprobe für den „Orsi“ nach einer Startgaloppade für den Gocciadoro-Crack schneller beendet war als ihm lieb sein konnte, wird der Auftritt des Hengstes natürlich mit großem Interesse und mindestens genauso viel Spannung verfolgt werden. Björn Goop ist mit Italiens Derby-Vierten und in diesem Jahr sogar auch schon in Vincennes siegreichen Aramis Bar unter Order, der ganz sicher auch nicht unter die Rubrik „Laufkundschaft“ einzuordnen ist.

  • Juan wird in chancenloser Todesspur für das 6. (!) Geld, falls es eines gibt verdroschen, der 2.platzierte kriegt einen Kinnhaken nach dem anderen...


    beim Hinsehen tut das weh :(