Laurel Park


  • Freitag, 25. Oktober 2019


    Schutzsperre nach A-Probe

    Schutzsperre

    Wegen eines positiven Befundes der Erstanalyse (A-Probe) wurde für das Pferd

    „Laurel Park”, Hengst, gez. 2015 v. Love You a. d. Le Reve


    Dopingprobe mit der Kenn-Nr.: 10048329
    Renntag: 7. September 2019, 7. Rennen
    Rennverein: Berliner Trabrenn-Verein e.V.
    Besitzer: Ulrich Mommert
    Trainer: Wolfgang Nimczyk


    gem. § 93 Abs. 1 d) TRO eine sofortige Schutzsperre verhängt.



    25. Oktober 2019

  • Völlig losgelöst von einem etwaigen Verfahren empfinde ich es schlicht und ergreifend als erbärmlich, dass es bis zur Veröffentlichung eines Ergebnisses ganze sieben (!) Wochen braucht. Würden humanmedizinische Labore in dem Tempo analysieren, wären viele Patienten tot, bevor etwas gefunden würde.


    Bei uns sind es nur weitere in der Folge verfälschte Rennergebnisse. Who cares...

    Trennen Sie Ihr Geld von Ihren Emotionen, bevor Ihre Emotionen Sie von Ihrem Geld trennen.

  • Post by Bolle ().

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  • oh die da bin ich auf die Erklärung von Frau Mommert gespannt. Sich immer als saubermänner hinstellen und jetzt auch positiv sein. Aber Hauptsache allen anderen Übel nachreden.

    Das ist ein trauriger Beitrag, weil


    1. er negativer Stimmungsmache dient
    2. er keinen Inhalt hat
    3. er sich nicht auf abschliessende Untersuchungen begründet
    4. er haltlos und unfair ist
    5. er ohne Sportsgeist formuliert ist

    Für mich...Rote Karte.

  • ich glaube es geht Bolle darum,wenn man immervauf andere zeigt und sich als sauber hinstellt Es halt doppelt zurück kommt.nur bei Ihnen steht das wohl des Pferdesim Vordergrund bei allen anderen nicht.

    Aber wie lässt sich denn das Doping mit dem pferdewohl vereinbaren?


    Ob jetzt auch drakonische strafen gefordert werden aus ihrer Ecke wage ich zu bezweifeln.

  • Ich verstehe nicht warum man jetzt auf Frau Walter-Mommert überhaupt losgeht!? Wenn ich es richtig verstanden habe steht das Pferd bei Wolfgang Nimczyk im Stall! In welcher Form sollte dann Familie Mommert in der Verantwortung stehen?

  • Bolles Beitrag nicht akzeptabel und zeigt Unwissenheit.


    Fakt: Es wurde eine fremde Substanz festgestellt. Was das ist , ist noch nicht bekannt. Ob Medikament zu spät abgesetzt bzw. zu früh gestartet, ob Untersuchungslabor Methoden verfeinert hat, ob zugelassenes Medikament oder nicht zugelassener Wirkstof:

    Was tatsächich los ist: alles noch unbekannt.


    Aber schon mal vorbeugend mit Dreck schmeissen ? ihh ba

  • Selbstverständlich wird von Wolfgang und Michael Nimczyk als verantwortlich zeichnendem Trainer und Fahrer in Kürze ein Statement gegeben werden.

    Vorab zur momentanen Info:

    Gefunden wurde ein Antibiotikum, ergo kein leistungsförderndes Mittel, Oxytetracyclin.

    Einsatz dessen erfolgt normal zur Bekämpfung von Anaplasmen, Borrelien- ist quasi eine Art Reserveantibiotikum, auch in Augensalben, Blauspray und Desinfektionsmitteln eingebettet.


    Besitzer, Trainer, Fahrer und Pfleger sind intensivst um interne Klärung bemüht, warum Laurel das Antibiotikum in sich hatte, da keine Indikation dessen über Augeninfektion - Infekte jedweder Art gegeben war.


    Bei seinem Start am 2.8.2019 wurde Laurel nach seinem Sieg in 16.4 über 3.200m auch schon beprobt. Diese Probe war unauffällig.


    Da nichts so schlecht ist, als dass etwas Gutes daran wäre, dürfte mit diesen Vorgängen nun auch den simpelsten Gemütern, welche gerne tönten, Mommerts Proben werden nicht untersucht, klar sein, dass dem nicht so war und ist . Und da halte ich es mit der oft zitierten Aussage Herrn Wowereits :" Das ist auch gut so!"


    Alle Beteiligten sind um Aufklärung bemüht und werden ab Montag kommunizieren, ob und welche Erkenntnisse gewonnen werden konnten.

  • Finde die Kritik auch nicht passend. Das die Familie Mommert Pferdefreunde sind ist mittlerweile bekannt und wird auch kaum jemand anders sehen.

    Jeder der glaubt das Pferde heutzutage ohne Behandlungen auskommen, ist ein Realitätsverweigerer. Hinter jeder Topleistung steckt eine medizinische Abteilung. Bewusstes Doping macht kaum ein klardenkender Mensch, vorallem nicht in größeren Rennen wo mit einer Probe zu rechnen ist. Somit heiße Luft....

  • Ob heiße Luft, oder auch nicht, interessierte draußen kaum Jemanden.

    Die Verurteilung, oder von mir aus auch Vorverurteilung bei Dopingvergehen,

    fand immer beim Wetter in der Tribüne, insbesondere in Ge, Din

    Reckli, oder bei den hiesigen Bookies statt, da spielte das Trottoforum

    eher eine vollkommen untergeordnete Rolle.


    Vielleicht ist das ja heute anders, da hier nur noch schwer zu beurteilen,

    denn Tribüne in Ge selbst am 50.000 Euro Frankreich-Renntag eh leer,

    und Bookies im Umkreis nur noch Zwei,

    und die sind inzwischen Deutschtraberwetterfrei,

    Und da spielte auch Doping nicht gerade eine untergeordnete Rolle.

    Denn der Flurfunk sprach Doping, und so wurde es auch als Lauffeuer weitergetragen.

    egal ob gerechtfertigt oder auch nicht,

    egal was Gerichte oder auch der HVT später nach Monaten oder Jahr

    im Endeffekt entschieden, davon bekam sowieso kaum noch Jemand

    was mit.

    Das war die Tribünen- und Bookie- Realität, zumindest im Westen.

  • Oxytetracyclin wurde letztes Jahr auch bei City Guide und Classic Connection festgestellt. Wie Frau Walter-Mommert schon schreibt, ein Antibiotikum ohne Leistungssteigernde Wirkung. Obwohl man es von der HVT nicht erwarten würde, war man hier mal übereifrig als sie dieser Wirkstoff in der Liste III (kontrolliert erlaubte Mittel) aufgenommen hat.

    Das Institut für Biochemie in Köln hat ein eigenes Verfahren entwickelt um Oxytetracyclin im Urin und Blut festzustellen und ist das einzige Labor auf der ganzen Welt die eine akkreditierung hat um dieser Wirkstoff festzustellen. Das hat zur Folge, dass eine eventuelle B-Probe auch nur in Köln durchgeführt werden kann. Eine B-Probe ist also zwecklos.

    Im Fall City Guide war es so, dass wir Labore in Newmarket, LCH Frankreich, Hong Kong, Lexington, Uppsala, Australien und Italien gebeten haben die B-Probe durchzuführen. Es wurden von samtliche Labore eine Absage erteilt. Das renomierte Labor in Newmarket teilte mit: "Die Analyse und Bestätigung von Oxytetracyclin fällt nicht in den Geltungsbereich unserer ISO17025-Akkreditierung, da die Aufsichtsbehörden, für die wir routinemäßige Prüfungen durchführen, es nicht als verbotene Substanz betrachten."

    Oxytetracyclin wird im schwedischen Trabrennsport mit einer Karrenzzeit von 96 Stunden belegt. Bei der UET kommt der Wirkstoff nicht auf der Liste der verbotenen Mittel vor.

    Dr. Machek vom Institut in Köln bestätigte uns, dass es nicht auszuschließen ist, dass, wie bei City Guide, der Wirkstoff am 19.07.2018 in Frankreich verabreicht wurde und die Werte am 09.09.2019 und am 23.09.2019 im Urin noch festgestellt wurden. Also neun Wochen nach Verabreichung wurde es vom Labor in Köln noch nachgewiesen.


    Ich halte es für schwachsinn, aber alles andere als eine Verurteilung, von Herrn Nimczyk würde mich wundern. Ich kenne das Strafenregister von Herrn Nimczyk nicht, aber wenn wir davon ausgehen, dass er nicht schon vorher in einen Dopingfall verurteilt wurde, muss er rechnen auf die Minimumstrafe, also € 2.500,- und 1 Monat Fahrverbot (das letzte wird ihm Egal sein).

  • STELLUNGNAHME:


    Persönliche Stellungnahme Wolfgang und Michael Nimczyk zum Dopingfall “Laurel Park”

    Am vergangenen Freitag ereilte uns die schockierende Nachricht, dass das Ergebnis der Dopingprobe des von uns trainierten Hengstes Laurel Park am 7. September 2019 im Finale der Silberserie in Berlin Mariendorf positiv ausgefallen ist. Die gefundene Substanz lautet Oxytetracyclin, ein Antibiotikum, das in der Tiermedizin nur einen ganz spezifischen Einsatz findet.


    Seit der offiziellen Benachrichtigung durch den Hauptverband beschäftigen wir uns gemeinsam mit unserem gesamten Team und dem Umfeld mit der Frage, wie Laurel Park in Kontakt mit diesem Mittel kommen und wie der Wirkstoff in seinen Urin gelangen konnte. Denn: Oxytetracyclin ist ein Antibiotikum, das in unserem Stall bisher keine Anwendung findet.


    Nach intensiver Rücksprache mit unseren Tierärzten konnten wir ebenfalls ausschließen, dass einem der von uns betreuten Pferde ein Mittel mit jenem Wirkstoff in den letzten Monaten verabreicht wurde. Diese Erkenntnisse stellen uns vor ein großes Rätsel. Aktuell durchsuchen wir in unserem Trainingsquartier jedes noch so harmlos wirkende Präparat - jedes Spray, jede Fesselsalbe und jedes Desinfektionsmittel - um eine Erklärung für das uns gegenwärtig nicht nachvollziehbare Ergebnis der Dopingprobe zu finden und die Frage zu beantworten, wie jene Substanz in den Körper von Laurel Park gelangen konnte.


    Darüber hinaus haben wir veranlasst, dass in den kommenden Tagen das am 21. August 2019, also etwa zwei Wochen vor dem besagten Rennen, im Rahmen einer Untersuchung unseres Tierarztes von Laurel Park entnommene Blut (Irap) nachträglich kontrolliert wird. Wir wollen prüfen, ob bereits zu diesem Zeitpunkt der Wirkstoff im Körper von Laurel Park war.


    Oxytetracyclin ist kein leistungsfördendes Mittel, aber es steht auf der Liste nicht erlaubter Substanzen. Daher müssen wir uns als zeichnender Trainer, Betreuer und Fahrer von Laurel Park dem Vorwurf stellen. Gleichzeitig werden wir alles in unserer Macht stehende tun, um diesen für uns rätselhaften Fall aufzuklären.


    Wir und unser gesamtes Team verurteilen jede Art von Doping. Das Wohl des Pferdes steht über allen anderen Ansprüchen und Interessen. Erst wenn eine Krankheit vollständig auskuriert ist, dürfen unsere Pferde am Rennen teilnehmen. Unsere Pferde sind zum Zeitpunkt des Wettkampfes frei von verbotenen Substanzen. Ohne konkrete Zahlen zur Hand zu haben, wurden in den letzten zehn Jahren schätzungsweise 500 Dopingproben von unseren Pferden entnommen. Diese waren stets frei von leistungsfördernden und verbotenen Mitteln. Um so härter hat uns die Nachricht des positiven Dopingbefundes in der letzten Woche getroffen. Denn als Trainer und Betreuer stehen wir allein in der Verantwortung. Wir haben die Pflicht, die Pferde und ihre Besitzer vor Doping und Dopingvorwürfen zu schützen.


    Wir müssen und werden uns für diesen Dopingfall verantworten und keinesfalls die Schuld von uns weisen. Dennoch werden wir alles daran setzen, auf die offenen Fragen Antworten zu finden und den Nachweis von Oxytetracyclin im Körper von Laurel Park aufzuklären.


    Wolfgang und Michael Nimczyk


     
  • 1. offensichtlich stimmt es nicht, dass -wie des öfteren in der Vergangenheit behauptet- die Untersuchungslabore einen identischen Standard haben


    2. der aktuelle Fall sollte endlich zum Anlaß genommen werden, die bestehenden Dopingvorschriften zu reformieren


    3. der erste Schritt: eine Differenzierung zw. "unerlaubter Medikation" und "Doping" (siehe auch Beitrag 14 und 17 von gristow)

  • Lothar,


    ich kann Dir versichern, dass alle Beteiligten glücklich wären einen Fehler in einer Medikamentengabe zu finden. Auch wenn dies natürlich nicht vor Strafe schützte.


    Sowohl Familie Nimczyk als auch meine Person haben sofort den Kontakt zu den agierenden Tierärzten gesucht mit dem Ergebnis, dass kein Oxytetracyclin verabreicht wurde, da es keine Indikation gab, auch nicht bei Stallgefährten, so der momentane Status.


    In Brammerau z.B. hatten wir schon Fälle von Anaplasmen, die Pferde fiebern sofort sehr hoch und dann war Oxytetracyclin durch den behandelnden Arzt angezeigt und die Gabe im Medikamentenbuch vermerkt. Wäre hier ein menschlicher Fehler unterlaufen, hätten wir die Spur einer Verwechslung oder Karenzunterschreitung verfolgen können.


    Aber Laurel ist in Willich stationiert, nicht auf Brammerau, daher wird weiter in alle Richtungen ermittelt. Dies ist für uns der nicht sehr erfreuliche Stand der Dinge.


    Günter,


    ob sich die Dopingvorschriften ändern oder nicht, entbindet uns nicht von der Sorge und dem Nachweis, wie das Antibiotikum Laurel zugeführt wurde, noch wissen wir welche Menge er in sich trug.

    Eine solche Medikamentation birgt immer auch Risiken für das Pferd, daher gehört es in professionelle Hände, in Dosierung und Applikation. Dies haben, ich wiederhole mich gern, alle agierenden Ärzte jedoch ausgeschlossen, da keinerlei Indikation vorlag.


    Es ist in unser aller Interesse, diesen Vorfall weiterhin so transparent wie möglich zu kommunizieren.