Von den USA nach Mg wetten

  • Der deutsche Galopprennsport kam schon einige Renntage in den Genuss dieser Umsätze. Am vergangenen Freitag in Gelsenkirchen wurden dann auch erstmals Wetten aus den USA in den deutschen Trabrennsport getätigt. Insbesondere in der Siegwette mit ihren sehr geringen Abzügen von nur 15 % war eine deutliche Umsatzsteigerung erkennbar.

    Am kommenden Donnerstag, Christi Himmelfahrt können die US Wetter dann auch erstmals ihre Einsätze in Mg tätigen.

    Das teilte der Geschäftsführer von Wettstar Riko Luiking heute Mittag dem Präsidenten des Mönchengladbacher Rennvereins Elmar Esser mit.


    Die Gewinnmarge dieser Umsätze ist extrem niedrig , dennoch ist es ein große Chance für den deutschen Trabrennsport, da die Pools deutlich erhöht werden und damit auch gesteigerte Einsätze für den deutschen Wetter erfolgsversprechend sind.


    Derzeit wird bei der Starterangabe noch sortiert, es werden aber wahrscheinlich 10 Rennen. Start der ersten Prüfung soll um 14.00 Uhr sein.

    Im sportlichen Mittelpunkt sollte das Duell von Broadwell gegen Inspector Bros stehen.


    Derzeit ruhen in den USA aufgrund der Corona Pandemie die Trab- und Pacerrennen. Wäre super, wenn viele Fans des amerikanischen Harnessports an der Ostküste am Vormittag ein paar Dollar ins Rheinland schicken.


    Sobald die Starterlisten online sind mache ich mich an die Vorschau !

  • Nur so als tipp.....kenne zwar USA nicht aber in dieser Situation wahrlich nicht schlecht wenn man von seite der RV auf entsprechenden Seiten im Internet fuer die USA (wie gesagt kenne mich da nicht aus) einen Bericht mit tipps und Erklaerungen veroeffentlicht (wer ist Nimzcyk, was koennen einzelne Pferde, welche Bahnen gibt es und wie stehen diese als Leistungsreferenz....einfach generell den Amis erklaeren wie BRD funtioniert....dann gehen auch mehr $$ nach Deutschland...

  • Ich bin leider kein Vater, war nicht mit dem Bollerwagen unterwegs und habe daher gestern den Renntag in Mönchengladbach verfolgen können.

    Der sportliche Wert war durch einige interessante Starter und Sieger mit Sicherheit okay. Da darf man in der heutigen Zeit nicht meckern.

    Broadwell, Goldy Stardust, Crazy and Quick und noch ein paar mehr sind zur Zeit schon oberste Kategorie in Deutschland, daher in

    großen Teilen guter Sport.

    Was aber bitte macht man daraus???

    Der Bahnsprecher kommentiert die Rennen ohne jede Emotion. Das ist das eine. Kann man ja noch damit erklären, dass man ist, wie

    man ist. Wieso jedoch wird nicht den Nachmittag über durchs Programm geführt? Es wird stur 9x das Rennen ohne Emotion kommentiert.

    Danach folgt die stumme Rennwiederholung, der Richterspruch, die Quoten.

    Nach 6 Minuten Kamerastellung auf den Einlaufbogen bzw. die A44, Anschlussstelle MG-Ost geht es dann zur nächsten Parade.

    Vorstellung der Pferde und daran anschließend wird etwas zu den Pferden gesagt, was aus dem Rennprogramm hervorgeht.

    " die 7 startete 2x in Wolvega, war dabei 1x Fünfter und 1x Dritter, am Toto derzeit 43 für 10, dann haben wir die 5 …, sie kommt

    aus einer 8 wöchigen Pause, war davor in Dinslaken dis.rot, Toto interessante 230 für 10. So noch eine Minute bis zum Start,

    tätigen Sie bitte Ihre Wetten."

    "Der Start ist erfolgt und … übernimmt die Spitze, dahinter trabt … und dann sieht man …"


    9 Rennen die gleiche, das muss man wirklich so sagen, LEIER!!!

    Selbst wenn man nicht die technischen Möglichkeiten wie in Gelsenkirchen hat, kann man doch mehr daraus machen.

    Wieso sitzt nicht Herr Hülsheger neben Herrn Potofski und erzählt zwischen den Rennen etwas???

    Der kann das doch. Hat er doch oft genug bewiesen. Wieso erzählt er nicht was zu dem Umstand, dass Goldy Stardust von

    Bot und nicht von Nimczyk gefahren wird? Wieso kommentiert er nicht die 3 Einschätzungen aus der TrabInside?

    Auch ohne Kamera und weitere Technik, kann man doch deutlich mehr an Unterhaltung bieten, als das was Mönchengladbach

    jetzt 2mal nach der Zwangspause getan hat. Man hat sich doch so viel vorgenommen. Man war hier euphorisch, dass die Amis

    in Mönchengladbach wetten können. Kein Wort am Renntag dazu. Kein Wort über Einschätzungen der Trainer und Fahrer zu

    ihren Pferden. Nichts, gar nichts! Man spult das Pensum in gewohnter Weise ab.


    Hier wird der Rennverein oft für seine grandiose Arbeit gelobt. Ja, kann ich mir vorstellen. Ich, als "Kunde" kann die Arbeit

    aber nur zu den "Öffnungszeiten des Geschäfts" bewerten. "Die Ware" war gut, die Präsentation dieser ist deutlich

    verbesserungswürdig!


    Ich hoffe, Holger Hülsheger und andere, dass man das nach einem Nachmittag am PC mal so schreiben darf!?

  • Gebe Dir in vielen Punkten recht.


    Ich weiß es nicht, kann mir aber vorstellen das der gute Holger in seiner Funktion während des Renntages vielbeschäftigt ist und sich nicht "mal eben" neben den Sprecher setzen kann.

    Andererseits wird sich doch wohl e i n e (r) finden lassen der was zu den Rennen, den Pferden, ein bißchen was MG spezifisches sagen kann.


    Der Sprecher macht das wohl nocht nicht lange, daher eine 2.Person an seiner Seite und dann wirds schon besser.

    Anstelle der Abfahrt MG Ost könnte man zwischen den Rennen vielleicht ein, zwei Einspieler bringen,das sollte technisch kein großes Problem darstellen...


    Warum auch nicht einmal x beliebige Wetter neben den Sprecher setzen.Wird vielleicht nicht professionell, aber sicher unterhaltsam(er) :)

  • Die Kritik ist absolut berechtigt und wir müssen unbedingt besser werden, sonst gehen wir unter.

    Ich würde sehr gerne meine Einschätzungen zu den Pferden und Aktiven abgeben, da gibt es viel zu erzählen.

    Leider höre ich sehr oft geht nicht oder irgendwelches technisches Kauderwelsch, aber eines ist klar : Da muss gehen an Renntagen, an denen wir alleine auf dem Sender sind.

    Daher meldet euch hier ruhig kritisch zu Wort !


    Gestern war ich Türsteher, die Figur dafür habe ich ja nicht unbedingt,;) dafür kennen ich alle Aktive und kann sie freundlich mit Namen begrüßen.

    Sicherlich angenehmer als ein Fremder vom Ordnungsdienst. Für Danny konnten wir noch unbürokratisch einen Probelauf organisieren.


    Gebt uns bitte nicht auf !

  • ich berichte mal von vor zwei Jahren, als ich für die beiden Jubiläumsrenntage nach MG fuhr.


    1) sind die technischen Möglichkeiten etwas begrenzt gewesen und obwohl schon am Mittwoch zur PMU-Matinee mehr kompetentes Personal auf der Bahn war als mitunter sonst, hatte dieser Tag eher den Charakter eines mäßig gelungenen Versuchs mit dem immerhin positiven Resultat, dass man für den Folgetag (großes MG-Jubiläum) alle möglichen Fehlerquellen erkannt und weitgehend ausgemerzt hatte. Ich hatte damals (noch bevor Holger in den Vorstand aufstieg) angeregt, ihn als Co-Moderator zu verpflichten, weil er eben jeden und jedes Pferd kennt, so dass wir (glaube ich) optimal zusammengearbeitet haben und das Ganze wohl auch allgemein gut ankam.

    2) hat Holger, der bei allem anerkennenswerten Engagement der Gladbacher der einzige ist, der es dort sportlich und auch aus Wettersicht "drauf" hat, inzwischen am Renntag wohl auch die eine oder andere Verpflichtung, und vierteilen kann sich niemand.

    3) warne ich davor, den Mikrojob zu unterschätzen, egal als Kommentator, Moderator oder "Co-Pilot". Ich habe schon so viele erlebt, die sich das zugetraut haben und dann kläglichst gescheitert sind. Und eine Mindestqualität sollte man schon anbieten, dazu gehört dann aber mehrt, als schon mal eine Wette getroffen zu haben.

    4) Routine ist wahnsinnig wichtig, weil es immer Situation geben kann und wird, wo man sich nur damit "retten" kann. Bei Norbert ist vielleicht das Problem, dass er tatsächlich so kommentiert wie vor 30 Jahren, die Routine also zum Standard geworden ist. Da noch eine Umstellung zu erreichen, ist nicht einfach. Das haben wir auch bei meinem Gastspiel erlebt, wobei ich aber nicht mal beurteilen kann, ob z.B. das Reinquatschen vom Turm aus mit Richterspruch und Quoten in ein unten geführtes Interview sturer Dienst nach Vorschrift war oder einfach die Technik oben so schlecht war, dass man nicht genau mitbekommen hat, was unten passierte.


    Was ich sagen will: Alles, was schlecht rüberkommt und überwiegend berechtigterweise nach Verbesserung schreit, sollte möglichst umgesetzt werden. Aber so einfach wie "setzt ihm doch mal irgendjemanden an die Seite" wird es nicht gehen. Beispiele für wenig gelungene Versuche, auch aus der jüngeren Vergangenheit, gibt es.

  • Ich persönlich brauche kein Programm zwischen den Rennen.

    Brauche auch Niemanden der mir Wetttipps gibt.

    Mache mir immer mein eigenes Bild.

    Und gehe auch lieber auf meine eigenen Dinger kaputt.

    Höre ich auch gar nicht hin.

    Zu den Hoch Zeiten des Sports brauchten wir das auch nicht.

    Die Umsätze stimmten dennoch.


    Sehe ein ganz anderes Problem, insbesondere im Westen.

    Siegprämien gehen nur noch nach Holland, jetzt auch in Gladbach,

    und an Nimczyk. Bin mal gespannt wie lange sich die letzten hiesigen Besitzer-Idealisten

    dies noch antun, nur noch als Feldfüller für Diese anzutreten.

    Wunder mich wie so manch anderer hiesige Trainer hier noch existieren kann.

    Geht es so weiter, kommt der Tag, da fährt man nur noch untereinander gegeneinander.


    Der Sport lebte hier, und war auch deshalb hochinteressant, auf Grund seiner Vielfalt.

    Der Heinz gewann zwar auch 400 Rennen im Jahr, aber es blieb noch genug

    für viele Andere über, die auch gerne mal im Winnercircle stehen wollten konnten.

  • wenn der Sport in DE eine Zukunft hätte, so würde ich Holger Hülsheger gerne als eine Person sehen, die im HVT eine leitende Position inne hätte. Er ist einer der Wenigen, die alle Aspekte des Trabrennsportes vereinigen. Vom Wetter über Fahrer, Besitzer, Training , Pfleger bis hin zum Funktionär und Organisator. Dabei noch ein netter Kerl, der Menschen auch mitnehmen kann. Und bei den genannten Eigenschaften handelt sich nicht um eine oberflächliche Kenntnis sondern um profundes Wissen. Ein paar von seiner Sorte an der Spitze des Verbandes(nicht nur er allein. Hätte wahrscheinlich die gleiche Chance wie ein Schneeball im Backofen) und man könnte eventuell einen kleinen Funken Hoffnung für unseren Sport in DE haben.

  • Aber so einfach wie "setzt ihm doch mal irgendjemanden an die Seite" wird es nicht gehen. Beispiele für wenig gelungene Versuche, auch aus der jüngeren Vergangenheit, gibt es.

    Doch, geht es! Hier kann wirklich mit ganz wenig, viel besser gemacht werden. Wenn man für Mönchengladbach nach Stallkameras, oder

    Interviews von dort schreien würde, gäbe ich Ihnen Recht. Hier geht es darum, jemanden anderen (zusätzlich) ans Mikro zu setzen,

    der einen etwas höheren Unterhaltungswert garantiert.

    Ich schätze Herrn Potofski als Menschen und Mönchengladbach wird froh sein, dass dies jemand vermutlich sogar weitestgehend

    aus Idealismus macht. Aber es ist auch klar, dass es so nicht mehr lange weitergeht.

    Wie ein Vorschreiber schon richtig formulierte, Leute, wie Holger Hülsheger und Dirk Patschinski müssten deutlich mehr eingebunden werden.

    Oder, nehmen wir mal den Renntag gestern - hier schreibt doch auch seit einigen Wochen der Trainer Thomas Welsing, der nicht mehr viele

    Fahrten hat und wahrscheinlich mittlerweile beruflich auch etwas anderes macht. Wieso setzt man ihn mal nicht an die Seite von

    Herrn Potofski? "Thomas, warum sprang Broadwell vor einer Woche? Geht er heute anders beschlagen ins Rennen? Thomas, war das ein

    Fehlstart? Thomas, wieso fährt Michael Nimczyk sein Vorzeigepferd Goldy Stardust nicht selbst? Thomas, das letzte Rennen, Trotteur Francais, was hältst du von diesen Pferden? Wo kommen die her? Wie kommt man als deutscher interessierter Besitzer an diesen Markt?"

    Es gibt eine Menge erfahrener Amateure, die mit Sicherheit gerne statt auf dem heimischen Sofa neben Herrn Potofski in der Sprecherkabine

    sitzen würden. Jörg Hafer, Julia Knoch, Thomas Maaßen... Die könnten alle was zu den Pferden sagen.


    Nicht immer an den "wenig gelungenen Versuchen aus der jüngeren Vergangenheit" orientieren. Was hat man denn zu verlieren? Nix!

    Einfach mal machen! Wer weiß, was sich daraus ergibt. Bei Emma Stolle war anfangs sicher auch nicht das geplant, was sie jetzt gut und

    auch mal anders macht. Man kann nicht auf Besserung hoffen, aber bloß keinen alten Zopf abschneiden.