• In dreieinhalb Monaten sollen die Derbyvorläufe in Berlin stattfinden. Alle Rennveranstaltungen in Europa (ausser Schweden) sind auf eine unbestimmte Zeit abgesagt. In den Niederlanden wird es keine Veranstaltungen vor Juni geben, ähnliches wird aus Frankreich berichtet. Aus Italien ist zu hören das dort Pferde aktuell nicht einmal trainiert werden dürfen. Die Olympischen Spiele sind bereits abgesagt, ebenso die Fussball Europameisterschaft. Ein Derbymeeting ohne Zuschauer ist für den Veranstalter sicher keine Option. Eine Vorhersage ist momentan sicher schwierig, aber die Vorbereitung der Dreijährigen auf ein solches Event kann nicht nur mit Training geschehen. Sie benötigen einige Starts bevor sie eine solch schwere Aufgabe angehen. Die Trainer planen für das Derby mehrere Monate voraus, so das eine kurzfristige Verschiebung sicher ebenfalls nicht unproblematisch ist. Gibt es einen Plan B oder vieleicht auch einen Plan C für unterschiedliche Szenarien? Oder macht es vielleicht Sinn das Derby bereits für den Jahrgang 2017 vierjährig zu veranstalten?

    A racehorse is an animal that can take several thousand people for a ride at the same time (J.Smith)

  • Ich sehe nur eine sinnvolle Lösung:

    Der Jahrgang 2017 muss 4-jährig das Derby laufen. Wenn sogar Olympiade und Fußball-EM auf 2021 verschoben werden, dann sollte man sich keine Hoffnung machen, dass mann 2020 das Derby veranstalten kann. Da jedes Bundesland andere Richtlinien hat, herrscht keine Chancengleichheit bei der Vorbereitung. Außerdem muss ein Trainer so einen Start langfristig planen können. Das wären keine fairen Voraussetzungen!

    Es soll doch keinen zufälligen Derbysieger geben.

  • Danke trotting-affair.com für den Hinweis auf dieses Thema. Eine verantwortungsvolle Vorbereitung der Pferde auf das in 4 Monaten anstehende Derby ist nicht gewährleistet. Es sei denn man trainiert und startet in Schweden. Die Krise ist längst noch nicht ausgestanden. Sie wird uns noch Monate begleiten.Auch wenn ich mich sehr auf das Derby freue, zumal ich selbst involviert bin, aber eine Verschiebung auf einen späteren Termin, vielleicht sogar ins nächste Jahr, darf jetzt kein Tabu mehr sein. Ich denke, die Mehrzahl der Betroffenen wird hierfür Verständnis zeigen. Der Berliner Rennverein muss eine Entscheidung treffen zum Wohl der Pferde.

  • Der Berliner Rennverein muss eine Entscheidung treffen zum Wohl der Pferde.

    Sorry, Win! aber noch mehr zum Wohl der Menschen (Aktive, Besitzer)!

    Wenn es keine Signale/Zeichen, besser noch finanzielle Hilfen aus den HVT-Töpfen

    gibt, werden nach Corona so viele fehlen, dass man die Tore erst gar nicht mehr

    aufmachen muss...

  • es ist zwar spekulativ, wie lange der derzeitige Zustand noch anhält -- von optimistischen 4-8 Wochen (wenn ev. ein Medikament gefunden wird?) bis zu pessimistischen 5-6 Monate kann das alles sein..


    Aber wenn man eine Fußball-EM und die olympischen Spiele verschieben kann, dann geht das bei einem Traberderby auch... Die Umstellung von 3j auf 4j da in D sicher ein gutes Zusatz-Argument... In Österreich fällt dieses Zusatzargument weg, da schon immer 4j., Da könnte eine zeitgerechte Verschiebung auf den Herbst angedacht werden (ob es dann geht oder nicht sei dahingestellt...). Auch das sollte bald kommuniziert werden...

  • Das gesellschaftliche Leben in Deutschland wird auf Sicht von Wochen wieder hochgefahren, daran besteht für mich kein Zweifel.

    Man wird grösstenteils wieder zur Arbeit gehen, Restaurants werden wieder geöffnet haben und es wird wieder Sportveranstaltungen geben!

    Warten wir es ab. Es gibt bereits Pläne für Lockerungen und die liegen nicht in ferner Zukunft sondern im Bereich von Wochen.

  • Das gesellschaftliche Leben in Deutschland wird auf Sicht von Wochen wieder hochgefahren, daran besteht für mich kein Zweifel.

    Nicht nur in Deutschland

    Die Welt kann man nicht für 5 Monate runterfahren,es geht auch um Wirtschaftliche Interessen.

    Irgendwann wird jemand ausrechen was das geringer Übel ist, und ich nehme an,man findet eine funktionierende Wirtschaft und den Wohlstand vieler wichtiger als das Leben "einiger " Tausend Menschen.

  • Die Welt kann man nicht für 5 Monate runterfahren,es geht auch um Wirtschaftliche Interessen.

    Irgendwann wird jemand ausrechen was das geringer Übel ist, und ich nehme an,man findet eine funktionierende Wirtschaft und den Wohlstand vieler wichtiger als das Leben "einiger " Tausend Menschen.

    Denke , wenn die Infektionszahlen zurück gehen , wird man um die um die Sicherheit der schwachen und älteren zu Gewährleisten , diese weiter isolieren . Alle andere werden so weit es möglich ist , zurückkehren zum einem normalen Leben und die Wirtschaft wieder hochfahren .

  • Ich glaube, wir reden hier an einander vorbei. Es geht doch nicht darum, ob oder wann das gesellschaftliche Leben wieder Fahrt aufnimmt, sondern um eine verantwortungsvolle Vorbereitung der Pferde auf das Derby. Warum wohl haben viele Sportler für eine Verschiebung der Olympischen Spiele plädiert? Ihre Vorbereitung ist unterbrochen und eine Zusammenkunft mit tausenden Menschen aus vielen Ländern würde die Gesundheit der Sportler gefährden. Genauso sehe ich das Derby. Die Vorbereitung auf das Rennen der Rennen ist zu kurz, keine Vorbereitungsrennen. In den nächsten Wochen sehe ich alle Rennbahnen in DE, NL, AT weiterhin geschlossen. Sie ist außerdem unfair, weil einige klar im Vorteil sind (SE). Außerdem möchte ich mein Pferd im Derby gerne aus der Nähe sehen, aber auf absehbare Zeit habe ich ein ungutes Gefühl, in Mariendorf dicht an dicht mit vielen Menschen in Kontakt zu geraten.

  • Es ist leider seit der vorgestern verkündeten "Trump-Strategie" auch bei uns modern geworden, solche Theorien zu skizzieren.

    Wirtschaft wieder hochfahren und auf Durchseuchung eines grossen Teils der Bevölkerung zu arbeiten, ist leichter gesagt als gelebt.

    Schätzungen gehen davon aus, dass es bei einem solchen Szenario eine Sterblichkeit von 5% geben kann.
    Das heisst: Im Umkreis der nächsten 20 Verwandten/Bekannten jedes Einzelnen stirbt einer.

    Eine neue Form von Russisch Roulette.

    Ich bin gerade ziemlich erschrocken, dass solch eine mittelalterliche Lösung überhaupt angedacht wird.

  • Na ja jeder hat seine Meinung . Eine Sterblichkeit von 5 % , überlege mal was Du gerade schreibst . Diese Zahl ist sehr weit hergeholt . Die hohe Sterblichkeit in Italien hat seine Gründe . In Deutschland haben wir Stand 26. März 10.17 Uhr 37.323 Infizierte bei 206 Todesfällen . Wie viele sterben jedes Jahr an Krebs ? ( die Zahl bewegt sich bei über 200.000 pro Jahr ) . Die Mediziner sprechen davon , dass wer durchseucht ist und keine Gefahr darstellt , wieder arbeiten geht . Bei deiner Theorie dürfte kein Arzt , Krankenschwester , Polizist , LKW Fahrer , Postbote , Verkäufer im Lebensmittel - Handel draußen rumrennen .


    Es geht dann darum , dass die Menschen ihre älteren Eltern nicht besuchen dürfen oder Enkel ihr Oma sehr lange nicht sehen werden .


    Denn irgendwann stellt sich die Frage , ob wir mehr Suizid - Tote haben , wenn die Situation über mehrere Monate gehen würde .


    Eines ist klar , jede Tote ist zuviel , trotzdem wird der Punkt kommen an dem man abwägen muss . Sonst hast recht , dann wären wir irgendwann im Mittelalter .

  • Win!

    Du hast ja recht, was die dreijährigen für heuer betrifft, ganz deiner Meinung!

    Man sollte aber den Gedanken aufgreifen ob nicht die 4jährigen heuer erstmals ein Derby bestreiten sollten!

    Aussergewöhnliche Situationen erfordern aussergewöhnliche Massnahmen!

  • Schätzungen gehen davon aus, dass es bei einem solchen Szenario eine Sterblichkeit von 5% geben kann.


    Na ja jeder hat seine Meinung . Eine Sterblichkeit von 5 % , überlege mal was Du gerade schreibst . Diese Zahl ist sehr weit hergeholt . Die hohe Sterblichkeit in Italien hat seine Gründe . In Deutschland haben wir Stand 26. März 10.17 Uhr 37.323 Infizierte bei 206 Todesfällen . Wie viele sterben jedes Jahr an Krebs ? ( die Zahl bewegt sich bei über 200.000 pro Jahr ) .


    High Roller , WLSD

    gerechnet auf die nachgewiesenen Fälle sind die 5% nicht weit hergeholt, sondern optimistisch. Man darf die Zahl der Todesfälle nicht mit der Zahl der infizierten ins Verhältnis setzen, denn von den noch erkrankten werden leider nicht alle überleben. Bei den "closed cases" (geheilt oder verstorben), liegen wir aktuell bei 6% (weltweit 16%) Sterblichkeit. Bei der nachgewiesenen Fällen der Grippe (also nur die Menschen die auch zum Arzt gegangen und somit erfasst wurden) liegt die Sterblichkeit bei 0,2-0,7 %



    Quelle: www.worldometers.info

  • Lanti


    Die heuer 4jährigen haben in kein Derby eingezahlt. Woher soll der Rennpreis kommen.


    Mir ist der Aspekt von Win! wichtig. Welche Szenarien könnte es geben und was würde das für die Pferde, Trainer Besitzer und Veranstalter bedeuten.


    z.B. Rennen finden ab 01.06. wieder statt und der RV Berlin hält an seinem Termin fest, oder verschiebt auf Anfang Oktober.


    Desweiteren wäre es interessant mögliche Alternativen aufzuzeigen. Z.B. Das Derby wird auf nächstes Jahr verschoben, der RV Berlin wertet das BC Meeting auf (Auktion etc.) und veranstaltet im Oktober, wenn sich die Lage etwas beruhigt hat. Evt. Streichungen zum Derby werden auf Wunsch annuliert. Das für nächstes Jahr vorgesehene Derby für 3jährige wäre überflüssig.


    Es sollte ein würdiges Rennen werden.

    A racehorse is an animal that can take several thousand people for a ride at the same time (J.Smith)

  • Yankee Butcher , man sollte aber auch nennen wir es Unwissenheit, Leichferigkeit die am Anfang mit dem Umgang des Virus existiert hat , dabei Bedenken .


    Ich hoffe nicht , dass es wirklich 5 % werden und möchte mir das auch nicht vorstellen . Eine große Welle wird noch in den USA und England erwartet . Das liegt aber nicht am Virus , sondern an deren Gesundheitssystem .


    Nicht deso trotz , kann man den Planeten nicht über 6 Monate so aufrechterhalten . Der Schaden wäre größer , denn wie sagte ein Ökonom ( auch bei M. Lanz ) " irgendwann leidet die Wirtschaft dermaßen , dass darunter das Gesundheitssystem leidet " .

  • 5% wären der worst case, wohl kaum in Deutschland. In einigen Gegenden kann das aber eintreten, auch in den USA, wo viele Menschen sehr armselig und völlig unbesorgt leben. Ich habe mich auf meinen Reisen durch die USA schon oft gewundert, wie unwissend viele sind.