Die Eröffnung der Turf-Saison in Krefeld wird verschoben

  • Krefeld. Die steigende Anzahl von Coronavirus-Infektionen hat das Land Nordrhein-Westfalen dazu veranlasst, Veranstaltungen die von mehr als 1.000 Gästen besucht werden, abzusagen. Dazu zählt leider auch der erste Renntag im Krefelder Stadtwald, der für den 22. März geplant war. „Wir haben seit einigen Tagen Bedenken. Uns wurde die Entscheidung durch die Landesregierung genommen. Der Schutz und die Sicherheit der in- und ausländischen Bevölkerung hat oberste Priorität für uns, auch wenn das gesamte Rennclub-Team enttäuscht über die Entwicklung ist.“, so Rennclubpräsident Jan A. J. Schreurs. Noch offen ist, ob der Renntag eventuell zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. „Unser Blick richtet sich nun auf den April-Renntag, Sonntag 26. April 2020, den SWK Familienspaß, an dem das Dr. Busch Memorial (Gruppe III) ausgeschrieben ist. Die Verantwortlichen hoffen, dass der verspäteten Saisoneröffnung nichts im Wege stehen wird.

  • In der heutigen SW schreibt Lars-Wilhelm Baumgarten, dass Galopprennen ab dem 19.04. als Geisterrennen mit nicht mehr als 80 beteiligten Personen abgehalten werden könnten, darunter die Jockeys, die sich in ihren Autos umziehen und dort auch zwischen den Rennen warten sollen.


    Sagenhaft.

  • Glücklicherweise verfügt der Galopprennsport über Manager und Macher von der Klasse eines Lars-W. Baumgarten.

    Das skizzierte Szenario ist äusserst progressiv und ein Renntag mit nur 80 Beteiligten hört sich gut an, ist aber nicht möglich, ausser die Jockeys satteln und führen die Pferde selbst.


    Eventuell könnte man so etwas wie ein Galopp-Fünfkampf erfinden, um beteiligte Personen und damit das Infektionsrisiko zu reduzieren:


    Umziehen im Auto, Satteln, Rennen, Trockenführen und Verladen.

    Sieger ist, wer zuerst die Glocke im Führring läutet.

  • In der heutigen SW schreibt Lars-Wilhelm Baumgarten, dass Galopprennen ab dem 19.04. als Geisterrennen mit nicht mehr als 80 beteiligten Personen abgehalten werden könnten, darunter die Jockeys, die sich in ihren Autos umziehen und dort auch zwischen den Rennen warten sollen.


    Sagenhaft.

    Eine solche Aussage ist dumm und verantwortungslos.


    In einer Zeit in der selbst "wirkliche" und nicht die "selbsternannten" Experten, Aussagen nur Tagesaktuell treffen, in einer solcher Zeit prescht der Galopprennsport mit der Aussage hervor, dass man plane, ab dem 18. April wieder Rennen zu veranstalten. Dass Sportveranstaltungen in einigen Bundesländern (z.B. BW - Baden-Baden) erst einmal bis Mitte Juni verboten sind - wen interessiert's?


    Aber dazu gibt es ja laut Deutscher Galopp eine Expertenkommission, bestehend aus:

    "Ihr gehören neben Präsidiumsmitgliedern Vertreter von Rennvereins- und Besitzerseite wie Gregor Baum, Lars-Wilhelm Baumgarten, Stephan Buchner und Daniel Krüger an. Ergänzt wird diese Gruppe, die Jan Pommer und Rüdiger Schmanns koordinieren, um Experten wie Riko Luiking von Wettstar und Robert Engels, unseren Finanzchef. Bei Bedarf ziehen wir weitere Experten hinzu wie Hans-Ludolf Matthiessen. Wir verfügen hier über ein schlagkräftiges und kompetentes Team."


    Wer vertritt in diesem Experten-Team (Experten im Bezug aus Auswirkungen von Pandemien?) die Aktiven? Was sagen die Trainer, die Jockeys, das Stallpersonal dazu? Wie viel Risiko kann und darf der Sport zu Gunsten der wirtschaftlichen Situation in Kauf nehmen? Wer will dieses Risiko verantworten?


    Ich glaube heute und auch morgen ist noch nicht die Zeit um irgendwelche Termine zu nennen, die dann eh nicht eingehalten werden können. Es mag weniger populär sein, aber ehrlicher wäre es zu sagen, lasst uns die Entwicklung der Lage mal zwei, drei Wochen absagen, vielleicht können wir dann schon etwas mehr dazu sagen. Ein ernsthaftes Bemühen wäre es, schon jetzt zu überlegen, wie verfahren wir mit den gehobenen Renne, die erst einmal ausfallen müssen. Welche davon wollen wir ausfallen lassen, welche wollen wir verschieben. Selbst dies zu lösen wird nicht einfach, da sich vieles am "Fixstern" Derby-Woche orientiert. Nun wird aber keiner ernsthaft daran glauben, dass es eine Derby-Woche Anfang August wie in den letzten Jahren geben wird. Wenn es ein Derb geben soll, welche Ausweichtermine gibt es. Macht eine Derby-Woche Sinn ohne Besucher? All dies sind Fragen, die heute sicherlich noch niemand seriös beantworten kann.


    Aber klar, man kann auch die Meinung vertreten der Galopprennsport wäre ein "Essential Good" und deswegen werden in drei Wochen wieder Rennen veranstaltet.

  • Ich fürchte, wir haben noch gar keine Vorstellung davon, was wir auf der Welt in diesem Jahr noch miterleben müssen.


    Prof. Lauterbach, der ja durch seine Gastprofessur an der Havard-Universität quasi eine Standleitung dorthin unterhält, hat gestern den durch seine dortigen Kollegen vermittelten Stand der Dinge wiedergegeben. Danach ist das Gesundheitssytem schon jetzt kurz vor dem Kollaps und in wenigen Wochen gibt es keine Material und schon gar keine Beatmungsgeräte mehr. Nicht ein einziges Mal habe die Trump-Regierung die weltweit anerkannten Virologen von Havard auch nur kontaktiert oder irgendetwas gefragt.


    Danach wird die USA innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen in eine entsetzliche Katastrophe schliddern, die noch jenseits der grauenhaften Bedingungen in Spanien und Italien sein wird.


    100 Millionen haben dort keine Krankenversicherungen und die wenigen öffentlichen Krankenhäuser wären nicht im Ansatz in der Lage, auch nur wenige Prozente der Erkrankten zu behandeln.


    Nur England wird wohl ähnlich Schlimmes erleben, dort ist der medizinische Standard noch weit unter dem italienischen. Aber die Premier League hat zumindest wieder einen Spielplan.


    In Brasilien ist Corona nun in den Favelas angekommen, was für das Land eine entsetzliche Situation darstellt.


    In der zweiten asiatischen Welt haben hunderte Millionen gar keinen Zugang zu medizinischer Hilfe usw. usw.


    Glauben wir wirklich, dass wir hier zwei, drei Wochen zu Hause bleiben und dann alles wieder losgeht?