Gelsenkirchener Renntagsverlegung 28.sten Januar 2020 nach Dinslaken! Danke für Eure Unterstützung

  • also ich kenne ja nun auch einige Besitzer, aber keiner von denen hält sich Pferde in der Hoffnung damit Geld zu verdienen!

    Du kennst deutsche Besitzer. Bei denen ist das so, wie du schreibst. Es sind Hobbyleute".


    Schau mal über die Grenze nach Frankreich. - Ich behaupte, dort gibt es kaum jemanden, der den Sport hobbymässig betreibt, sondern fast 100% sind Bestandteil eines Wirtschaftszweiges mit der Absicht der Gewinnerzielung.


    Der Grund für die gewaltigen Unterschiede ist die Struktur des Sports. Und diese Strukturen hat kein Besitzer oder Züchter allein geschaffen.

    Da gibt es im Gegensatz zu Deutschland Verbände, Vereinigungen und Unternehmer mit Lenkungsfunktion.

  • Das sind die richtigen Sponsoren von denen der Sport nicht genug bekommen kann und die von den Veranstaltern von Trabrennen sorgsam mit Fürsorge gepflegt werden müßten. ;);)

    Keine Ironie ??? Ehrliche eigene Meinung ?? Mich verwirren die "wink" ;)

    Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.

    Friedrich Hegel *1770

  • 100% Zustimmung.

  • Ein Lotto Tipper aus NRW knackt den Jackpot im Eurolotto und kassiert 90 Millionen . Nun kann Lotto wieder die Werbetrommel rühren . Da interessiert auch keine die Chance von 1 : 95 Millionen bei einem Gewinn von 10 Million in der nächsten Ziehung .

  • Höchstgewinn bei Euro Millions sind sogar 190 Millionen Euro. Dies kommt nicht sehr oft vor, aber ist schon hin und wieder passiert.


    Die Anzahl Möglichkeiten geht jedoch in Millionenhöhe. Selbst Gemeinschaften scheitern meistens.


    Oft kompliziert, jedoch mathematisch leichter sind Pferdewetten in Schweden und Frankreich. Absichtlich habe ich nur Europa im Vergleich.


    Fazit: Pferdewetten bieten zumindest gefühlt größere Chancen. Wir spielen tausende von Reihen - welche Lottospieler haben soviele Reihen?

  • Mir ging es darum , dass wenn wer etwas vom Pferderennen hört und Du kommst dem mit 5.000 € Garantie , dass keinen vom Hocker haut . Chancen und Reihen interessieren dort nicht . In Hongkong zum Beispiel ist die beliebteste Wette , das man in drei Rennen hintereinander die ersten drei richtig haben muss . Die Reihenfolge ist dabei egal wie beim Trio in FRA . Dort interessieren auch keinen die Chancen , sondern der Gewinn von möglichen Millionen . Ich persönlich finde Lotto total schwachsinnig . Aber in der Bevölkerung ist es beliebt , weil der , der heute die 90 Millionen gewonnen hat , kann sein Leben komplett ändern . Davon träumen die Menschen auch wenn es unrealistisch ist . Ein sogenannter " Profit Change of Life " .

  • Klasse Lesestoff hier!

    Es ist nicht zu übersehen: er deutsche Trabrennsport lebt noch!

    Viel Fachwissen, viele Ideen, viele Erfahrungen, viele Verbesserungsvorschläge werden hier niedergeschrieben.

    Finde ich sensationell .

    Nicht alles, was ich hie lese, findet meine Zustimmung, nicht jeden Gedankengang finde ich gut, nicht mit jedem Schreiberling kann ich mich identifizieren,

    aber ich freue mich über jede Meinungsäußerung von JEDEM Interessierten!

    Die teilen alle mein Hobby.(gut, das ich dafür lebe, nicht davon)

    Schade das man aus jeder Ecke etwas hört, nur nicht von ganz oben.

    Selbst der Dümmste in unserem Sport hat mittlerweile erkannt das nur die Gemeinschaft ALLER Beteiligten überleben kann.

    Jeder Interessierte muss ins Boot geholt werden und muss eine Meinung haben dürfen!

    Ich selbst habe an einigen Aktionen zur Erhaltung unseres Sports teilgenommen. Da waren teils sehr hochkarätige "Kaliber" unseres Sports dabei.

    Da hat es tolle Ansätze gegeben, viel Herzblut, Fleiß, Geld und noch mehr Zeit ist investiert worden. Alle Aktionen sind begraben worden, zumindest aber verstummt oder so leise geworden das der Normalo sie nicht mehr wahrnimmt. ( Traberparti ist die löbliche Ausnahme)

    GoTrabGo hat es bis zur HVT-Jahresversammlung gebracht, ist vom HVT angehöhrt worden, hat am Derby-Wochenende einen eigenen Infostand gehabt. Gehört worden sind die Leute, aber wurden sie auch ernstgenommen? Von den Aktiven, ja. Und von OBEN ?

    Sehr Viele haben resigniert, sind noch dabei, haben aber aufgehört sich ernsthaft einzubringen, weil es am Ende da Oben keine Sau interessiert.


    Das schreibt einer, der immer noch dabei ist, aber keinen Bock mehr auf verschwendeten Enthusiasmus hat

    Das schreibt einer der sich auf die C-Bahn Season freut.

    Das schreibt einer, der auch für einen kleinen Ehrenpreis plus ´nem Sack Möhren noch ein Volltraining bezahlt.

    Einer der letzten Bekloppten eben...…….

  • Zusammenfassend:

    GoTrabGo hat es bis zur HVT-Jahresversammlung gebracht, ist vom HVT angehöhrt worden, hat am Derby-Wochenende einen eigenen Infostand gehabt. Gehört worden sind die Leute, aber wurden sie auch ernstgenommen? Von den Aktiven, ja. Und von OBEN ?

    Es geht darum den Trabrennsport in Deutschland auf eine gesunde Basis zu stellen. Die kleine Chance dazu ist nur durch eine komplett neue Organisation in allen Bereichen möglich.

    Weil: Auf ein marodes Fundament baut man kein neues Haus....


    Ich weiß: Wiederholungen.

    Ich weiß: Chance niedriger als ein "only Winner" heute.

    Ich weiß: auch wenn sofort angefangen wird ein langwieriges Projekt.

    Ich weiß nicht: ob wir noch so viel Zeit haben....

    Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.

    Friedrich Hegel *1770

  • Ich meine zu wissen...


    Wenn man wirklich was erreichen/ändern will müssen a l l e alten Seilschaften radikal weg und durch neue Personen/Strukturen ersetzt werden.

    Wie ernst dies "oben" ankommt/erkannt wird konnte man bei der letzten" Wahl" sehen.


    Und: ich wundere mich ebenso wie viele meiner Vorschreiber...man hört/liest und merkt absolut NICHTS von der Führung :(


    Unverständlich und traurig...

  • Alte Seilschaften, die sich mit Mängelverwaltung abgefunden haben.

    Für die nächsten 4 oder 5 Jahre wirds schon noch irgendwie weitergehen!

    Die letzte Wahl hat doch klar gezeigt, wie gross die Bereitschaft war, etwas zum Besseren zu verändern.

    Der Hoffnungsträger J. Schachtner wurde

    in die Schranken verwiesen.

    "Nach uns die Sindflut!" Sie werden damit leben müssen, dass sie als diejenigen in den Geschichtsbüchern des Trabrennsports stehen werden, die den Niedergang über viele Jahre verwaltet haben.

    Wird ihnen auch egal sein oder doch nicht!?

  • Und: ich wundere mich ebenso wie viele meiner Vorschreiber...man hört/liest und merkt absolut NICHTS von der Führung :(

    (Ich gehe mal davon aus, Sie beziehen sich auf Reaktionen hier im Forum)


    Das sollte man aber auch nicht erwarten.


    Denn der Erste, der sich hier der Diskussion stellt, wird vermutlich in Einzelteile zerrissen. Zudem müsste er sich vermutlich auch zu Themen äussern, die gar nicht in seinen Kompetenzbereich fallen, was wiederum internen Streit auslösen könnte.


    Von daher ist dieses Forum schon ziemlich ungeeignet für eine offene Diskussion mit Verantwortlichen.

    Man kann bessere Plattformen finden und nutzen.


    •Meine Meinung•

  • Ich denke auch, dass es hier schwierig werden würde für die Verantwortlichen. Aber welche "anderenPlattformen" schweben Ihnen denn da vor?


    Das bleibt abzuwarten.

    Denn so eine Diskussion oder Aussprache mit Verantwortlichen sollte schon seriös vorgetragen und organisiert sein. Da wäre es doch zuerst mal wichtig, dass es einen klar definierten Gegenpol gibt, also eine Art "Interessenvertretung Pferderennsport".
    Solch eine Interessenvertretung muss dann selber auch erst einmal ein klares Konzept erarbeiten und vorlegen können (sinnvollerweise mit Handlungsvorschlägen). Dieses sollte man dann als Diskussionsgrundlage einsetzen. Nur so kann man sich dann auch sicher sein, dass mögliche Diskussionsrunden einen roten Faden erhalten und nicht komplett aus dem Ruder laufen, was ja nicht zielführend sein kann.

    Da steckt also eine Menge Vorarbeit drin (von Seiten der "Kritiker"), damit die wichtigsten Themen und Argumente herausgearbeitet werden können.


    Man könnte also erst einmal mit gutem Beispiel voran gehen, was auch die Akzeptanz erhöht.


    •Meine Meinung•

  • Diese "Menge Vorarbeit" von namhaften Züchtern, Besitzern, Trainern, Medienvertretern und Amateuren hat es gegeben, bei GoTrabGo. Es wurden sehr zeitaufwendig Arbeitsgruppen zu den wichtigsten Themen (ich glaube es waren etwa sieben oder acht) gebildet, die sich oft getroffen haben und sehr zielführend geleitet wurden. Die schlüssigen Ergebnisse wurden dem HVT aufgezeigt. Hat außerhalb von GoTrabGo jemand etwas davon mitbekommen? Nein? Warum wohl nicht?

    Da wurden viele Enthusiasten vergrault, man hatte einfach keine Lust mehr quer durch Deutschland zu reisen, seine Zeit zu opfern und einfach nicht weiter zu kommen, trotz größtem Einsatz.

  • Vielleicht existieren hier im Forum auch grundsätzlich viel zu grosse Unterschiede über die Meinung, welche Änderungen/Verbesserungen notwendig sind, um dem deutschen Pferderennsport nachhaltig zu helfen.


    Ich für meinen Teil, sehe das auch nicht nur auf Traber bezogen, sondern ich denke grundsätzlich Traber/Galopper-übergreifend. Daraus resultiert dann vermutlich auch ein ganz anderer Ansatz in meinem persönlichen Mindset, was zu tun wäre und was dringend notwendig ist.

    Für mich würde nicht im Vordergrund stehen, wo und wann ein Deckhengstkatalog erscheint. Oder ob das Nennungssystem vereinfacht wird. Natürlich, auch darum muss man sich kümmern, aber auf meinem Prioritätenzettel stehen solche Sachen auf den Seiten 18 ff. Denn es tangiert in keinster Weise den Kern der Krise, in der sich der Rennsport seit Jahren befindet. Da braucht es andere Geschütze.


    •Meine Meinung•

  • Wir wären schon einen großen Schritt weiter wenn die Trab-RV sich auf eine gemeinsame Renntagsplannung einigen könnten.

    Das geschieht seit Jahren. Leider gibt es immer mal wieder einzelne unerfreuliche "Verwerfungen". Regional klappt die Abstimmung und Unterstützung zunehmend besser.

    Ja ist es denn nicht gerade die Aufgabe eines Dachverbandes solche Interessen unter einen Hut zu bringen?

    Der "Dachverband" ist Teil des beschriebenen maroden Fundamentes. Die Verantwortung hierfür liegt aber nicht nur an den dort Arbeitenden, sondern insbesondere an den übertragenen Aufgaben.


    Ich denke ebenfalls, dass Traber und Galopper sich mehr als gemeinsam Betroffene begreifen sollten und es demzufolge mehr als wünschenswert wäre, wenn beide Parteien ihre gegenseitigen Animositäten zum Wohle der Sache zurückstellen würden

    Ist ein vernünftiger Ansatz der mittelfristig lohnt verfolgt zu werden. Insbesondere wenn zukünftig und in eine renovierte Pferdesportstruktur "öffentliche Interessen" eingebunden werden sollten.

    Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.

    Friedrich Hegel *1770

  • @Aces of Aces .... Gute Frage :)


    Vermutlich deshalb, weil alle Aktiven des Rennsports bei so einem Projekt ganz schnell kalte Füsse bekommen. Und das ist ja auch mehr als verständlich. Insbesondere dann, wenn man auch beruflich im Sport eingebunden ist.
    Wenn überhaupt etwas bewegt werden kann, dann muss es von Leuten angegangen werden, die im Rennsport nichts zu verlieren haben. Diese Leute wiederum haben aber nur dann eine Chance, wenn sie von den Aktiven des Sports eine recht breite Unterstützung finden.
    Ich gehe mal davon aus, dass so eine Konstellation der einzige gangbare Weg sein kann. Wenn überhaupt.


    •Meine Meinung•

  • Wenn überhaupt etwas bewegt werden kann, dann muss es von Leuten angegangen werden, die im Rennsport nichts zu verlieren haben.

    Sorry,aber das ist genau der falsche Weg.Es muß von denen ausgehen,die ALLES zu verlieren haben.

    Es ist Jahrzehnte her,als mich der Vertreter der Trainer ansprach,es ging um die Dreifahrten ,Doping,etc...,daß die Besitzer etwas unternehmen müßten.Meine Antwort war:Nein,Ihr müßt etwas unternehmen.Wenn es so weitergeht,werden die Besitzer mit den Beinen abstimmen.Sie werden gehen und sich ein anderes Hobby suchen.Für Euch ist es ein Broterwerb.

    Resultat ist heute ersichtlich.

    Meine Meinung

  • und alle doch im Endeffekt das Gleiche wollen - warum hat sich in all der Zeit niemals eine sichtbare Gegenbewegung gebildet? Und tut es noch immer nicht?


    Diese Gegenbewegung hat es doch gegeben: die "Deutsche Traberliga".

    Einer der führenden Leute war nach meinen Erinnerungen Jürgen Hunke. Muss so etwa ab dem Jahr 2007 gewesen sein. Die Traberliga wurde gegründet weil sich unter anderem die Bahnen in Hamburg, Karlshorst und Pfaffenhofen vom HVT benachteiligt fühlten.

    Die Traberliga war nicht irgend eine Randerscheinung. "deutsche Traberliga" war ein eingetragener Verband, dem HVT mit in etwa gleichen Rechten zumindest auf dem Papier ebenbürtig. Einige Rennvereine schlossen sich der Traberliga an. Das nahm teils sehr skurrile Züge an. Wollte man etwa ein beim HVT eingetragenes Pferd auf einer der Traberliga angeschlossenen Rennbahn starten, dann musste beim HVT die Vorübergehende "Ausfuhr" aus Deutschland beantragt werden. War natürlich mit Kosten verbunden, so an etwa 20 € kann ich mich erinnern. War seinerzeit ein größeres Hauen und stechen. Schreibe das alles aus der Erinnerung, wenn es jemand besser weiß: sehr gerne korrigieren!

    Was genau aus der Traberliga geworden ist weiß ich nicht mehr genau. Auch da sind Andere besser informiert.

    Viel mir alles eben jetzt gerade ein.