Gelsenkirchener Renntagsverlegung 28.sten Januar 2020 nach Dinslaken! Danke für Eure Unterstützung

  • Nur eine kleine Randerscheinung aber ich würde auf jeder Rennbahn 10E Eintritt verlangen! Warum, alles was umsonst ist erfährt keine Wertschätzung! Auch die Koppelung mit einem Wettgutschein würde ich weglassen, ist zu viel Bürokratie.

  • Nur eine kleine Randerscheinung aber ich würde auf jeder Rennbahn 10E Eintritt verlangen! Warum, alles was umsonst ist erfährt keine Wertschätzung! Auch die Koppelung mit einem Wettgutschein würde ich weglassen, ist zu viel Bürokratie.

    Generell volle Zustimmung Klaus, leider befürchte ich dann eher einen Rückgang als Zuwachs. Ich finde jedoch die Kopplung mit einem Getränk/Würstlsemmel oder Wettgutschein eine Gute Sache. Inwiefern die Umsetzung möglich ist müssten wir dann halt mal am Sonntag etc. diskutieren.

    Was generell für mich ein eher größeres Problem ist, sind diese Lunchrenntage. Mir fehlt die Mischung (Ich weiß PMU). In SR 1 mal Abend, 1 mal Feiertag und 1 mal Sonntag und dafür 11mal unter der Woche. Natürlich schaut man am Wochenede (mit geeineter Werbung) eher vorbei , anstatt das man sich an einem Dienstag extra als Neuling Urlaub nimmt.


    LG

  • Die Koppelung mit einem Wettgutschein, Essensgutschein würde ich nicht in Betracht ziehen, ist halt schon wieder mit einem Aufwand verbunden!

    Glaube nicht, dass es jemanden, der wirklich kommen möchte, abhalten würde.

    Der Grundgedanke ist der, wie schon geschrieben, alles was umsonst ist, kann auch nichts wert sein!?

    Denke da eher an Neubesucher.

    Kinder wären natürlich frei.

  • Sorry, aber dieser Mindset ist schon ziemlich veraltet, 20x durchgekaut und von den Meisten Verantwortlichen, zu Recht für unwirksam erklärt worden.


    Im Hinblick auf nachhaltige Kundenbindung macht es überhaupt keinen Unterschied, ob ein RV seinen Renntag: mit Eintritt, ohne Eintritt, mit günstigem oder teuren Eintritt, mit Kaffee, mit Kuchen, ohne Sahne, mit Rennprogramm gratis, oder Rennprogramm mit Buchbindung veranstaltet.

    Das sind alles Massnahmen, die es gar nicht Wert sind, hier auch nur 1 Minute drüber nachzudenken. Weil sie schon vor 30 Jahren in allen Variationen durchgespielt wurden. Mit dem Ergebnis, dass es am Ende keine tragende Rolle spielt.

    Sowieso: Ich gehe ja auch nicht zur Dackelausstellung, nur weil da der Eintritt gratis ist und jeder Gast einen gratis Kaffee bekommt. Wenn es mich nicht interessiert, dann interessiert es mich nicht. Auf der anderen Seite ist es mir egal, ob ich 10€ Eintritt bezahle, wenn ich mich für Dackel interessiere.

    Das sind Nebelkerzen, die nur von den tatsächlichen Problemen ablenken.

    Meine Meinung

  • Generell volle Zustimmung Klaus, leider befürchte ich dann eher einen Rückgang als Zuwachs. Ich finde jedoch die Kopplung mit einem Getränk/Würstlsemmel oder Wettgutschein eine Gute Sache.


    Sowas mag bei Clubs funktionieren, wo die Leute ohnehin hin wollten. Wer möchte denn von sich aus zum Trabrennen?? Das ist doch die grundsätzliche Schwachstelle - man holt insbesondere die "neuen" Leute überhaupt nicht ab!

    Wer macht gezielt Werbung ? Wo erfahre ich das überhaupt Rennen stattfinden ? Man darf doch nicht blauäugig sein und hoffen das die Leute von alleine kommen. Ich sag nur folgendes: Ich habe einmal denn FB Account einer Pizzeria verwaltet. Ich hab dort auf meine Postings in FB durchsnittlich 12000 Aufrufe gehabt. Ich glaube einfach das man hier eine Möglichkeit für gezielte Werbung hat und diese Strategie sollte man für die Zukunft auch anpeilen. Und über Anreize für Neukunden muss man nachdenken, dass sollte man dann intern erstmal besprechen.


    LG

  • Wenn man keine Helden vermarktet, will diese auch keiner sehen..


    Dieser Sport ist marketingtechnisch auf dem Stand von 1960, als alte Herren Holztribünen mit ihren Zigarren einnebelten, Pferde bei der Morgenarbeit beobachteten und die Welt noch eine Scheibe war - ante Internet.


    Es ist müßig, aufzuzählen, wer wann warum welche Fehler gemacht hat, interessanter wäre zu wissen, warum man diese immer noch macht...



    „Berlin -Tag und Nacht“ ist übrigens letztes Jahr über meine Schwester kontaktiert worden, war sogar ein sehr netter Mitarbeiter vor Ort, welcher Aufnahmen vom Gelände gemacht hat, sogar begeistert war vom Vintage Charme mancher Ecken und seine Redaktion fütterte..abwarten...

  • Pizza kennen 82 Millionen Deutsche, Trabrennen 8.200 !


    In Mönchengladbach wissen 95% der Bürger, dass es "da an der Autobahn mal eine Rennbahn für Galö(!)pper gab, die aber doch schon lange

    geschlossen ist, oder? Früher, als ich da vorbeifuhr, brannte da häufiger das Licht..."!


    Galöpper und geschlossen … das ist die Wahrnehmung der Bevölkerung. Wird in Dinslaken nicht ganz anders sein, denn so oft brennt

    das Licht da auch nicht mehr!

  • "Und täglich grüsst das @Murmeltier".
    Diese Diskussion könnte man noch viele Wochen, Monate und Jahre führen, so wie sie ja auch in anderen Foren und Medien seit Jahren geführt wird.
    Allerdings wird man nur mit diesen Diskussionen nicht zu den angestrebten Ergebnissen kommen.

    Am Ende muss es doch eine handlungsfähige Institution/Equipe geben die populäre, aber eben auch unpopuläre Entscheidungen treffen und durchsetzen kann. Und die auch mit Gegenwind umgehen kann, weil sie ein zukunftsorientiertes und visionäres Konzept verfolgt. Und das noch über beide Lager (Galopper/Traber) hinweg. Denn ich glaube dass die Zeiten vorbei sind, wo jeder weiterhin sein eigenes Süppchen kochen kann.

    Der Rennsport muss sich neu erfinden, aber es sind kaum Ansätze oder Visionen zu erkennen. Geschweige denn, Institutionen oder Personen, denen man zutrauen möchte, solch ein gewaltiges Projekt zu planen und zu organisieren.

  • Ich glaube, dass die Besitzer der Schlüssel sind. Ich glaube,das Gros der Besitzer findet nicht wegen hoher Rennpreise zum Sport. Ich habe hier die Beiträge von Kolja Werner über seine Stute geliebt. 2.000 Koljas, der Sport würde aus dem Tal heraus sein. Nur wurden kleine Besitzer die letzten Jahre systematisch vergrault. Zumindest im Norden.


    Haribo hat mal geschrieben, dass die Profis 90 Prozent der Wettumsätze ausmachen. Das kann ich nicht beurteilen, glaube das aber nicht für normale Renntage in Deutschland. Weil es für Profis gar nicht lukrativ genug ist.


    Wer sich ein paar Pferdchen leisten kann, der hat auch das nötige Kleingeld in der Tasche, um zu wetten. Kann man auf jeder Rennbahn sehen, wenn man mal hinter einem Besitzer an der Kasse stand. Besitzer sind auch bei Wetten große Umsatzträger. Ist ja auch der Ursprung des Sports: Wetten, mein Pferd ist schneller als deins.


    Gibt es Besitzer, dann gibt es Pferde. Gibt es Pferde, gibt es Renntage. Viele Besitzer = höhere Besuchszahlen. Viele Pferde,viele Fahrer und Trainer. Viele Nenngelder. Dann gibt es auch für die Profis wieder öfter etwas bei den Wetten abzusahnen.


    soweit die Theorie. In der Praxis, woher Besitzer nehmen und nicht stehlen? Meine Idee habe ich dazu hier schon geschrieben, stehlen geht nur im Reitsport. Eine Million Reiter gibt es in Deutschland. Galopprennen kommen aus physiologischen Gründen für 80 % der Pferde-Mädels nicht in Betracht. Trabrennen-Boom ist die einzige realistische Chance, auf mehr Besitzer.

    Ich bekam hier den Einwand, dass für Trabreiten keine hochwertigen zuchtprodukte nachgefragt werden. Das ist die Gegenwart. Aber ich glaube, dass das nicht so bleiben würde. Wer viel Geld dafür ausgibt, um sich an der Ampel mit 600 PS besser zu fühlen, der zahlt auch mal 30000, damit seine Tochter nicht mehr hinterher reitet. Und in 10 Jahren findet das Derby als Trabreiten statt...

  • Es ist schön zu lesen das sich so viele unterschiedliche Personen mit ihren jeweiligen Meinungen hier zu Wort melden. Das gibt Hoffnung. Beim mitlesen gibt aber jeder die Dinge aus seiner persönlichen Sicht wieder. Es geht im Kern doch nicht darum die eigene Sichtweise als die vermutlich richtige und zielführende "verkaufen" zu wollen. Es geht darum den Trabrennsport in Deutschland auf eine gesunde Basis zu stellen. Und das ist, auch unter Einbeziehung neuer und alter Ideen nur durch eine komplett neue Organisation in allen Bereichen möglich.

    Nehmen wir doch den Stammtisch in GE als das was er sein kann: Ein erster Versuch einige Beteiligte zusammenzurufen und ihre Meinung aufzunehmen um diese aus meiner Sicht unumgängliche Neuorganisation anzustoßen...

    Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.

    Friedrich Hegel *1770

  • Besitzer investieren nicht wenig Geld in der Hoffnung, mit den Pferden am Ende viel Geld zu verdienen. Als kleiner Mitbesitzer sehe ich die Förderung des Sports, gestehe aber auch, dass ein bischen Hoffnung auf Geld bei mir vorhanden ist. Einige wenige Besitzer haben noch nie beim Training ihre Anwesenheit gezeigt. Dies gilt leider auch für mich aus Bequemlichkeit und wegen weiten Anreisen.


    Ungern reden Besitzer und Trainer über Geld, einige wenige haben gute bis hohe Erträge, die Mehrheit wohl eher nicht.


    Trainer bekommen 10 Prozent der gewonnenen Prämie, Fahrer/Jockey erhalten 5%, das Stallpersonal erhält 2% und dann fallen noch kleinere Kosten an.


    Der gesamte Rest der Prämie geht an Besitzer(geschlechtsunabhängig).


    Wenn also der Aktive auf der Rennbahn z. B. 5% Gewinnprämie von 1.000,00€ erhält, so sind das nach Adam Riese 50€.


    Die Azubis zum Pferdewirt(meist Mädchen) erhalten auch nicht gerade Super-Vergütungen.


    Ich schreibe dieses hier, weil viele Wettfreunde dies vielleicht gar nicht wissen.

  • fuger ich würde nicht behaupten , dass ich viel Ahnung habe , was heutige Besitzer betrifft . Aber aus gründen des Geldverdienen , schafft sich wohl kaum ein Rennpferde an . Das ist mehr Idealismus und der Freude zum Sport geschuldet .


    Kennst bestimmt Knall Ketten zu Silvester . Das musst Du dir als Kette mit 50 € Scheinen vorstellen . So knallt die weg , als Rennpferd - Besitzer .

  • High Roller dein 3. Satz trifft auf mich zu, aber in diesem Jahrzehnt plane ich meinen Rückzug(altersbedingt).


    Deine Ketten nannten wir als Kinder Matten, die 100 kleine Einzelknallkörper enthielten und oft auseinandergebaut wurden, um sie einzeln zu zünden. Danke, du hast meine Erinnerung an die Kinderzeit in meinen grauen Zellen ermöglicht.

  • #156

    Das sind die richtigen Sponsoren von denen der Sport nicht genug bekommen kann und die von den Veranstaltern von Trabrennen sorgsam mit Fürsorge gepflegt werden müßten.die winks waren irreführend.

  • Ich oute mich mal als ehemaliger Besitzer. Ab Anfang der 90 - ziger Jahre hatte ich einige Traber. Meistens 2-3 gleichzeitig. Geld damit zu verdienen war nie mein Gedanke. Mein damaliger Trainer sagte zu mir:

    Ein schlechtes Pferd kostet viel Geld, ein mittleres etwa Geld und ein gutes Pferd verursacht keine Kosten. Dies stimmte damals zu 100%.

    Ein 2. Platz im Monat in Daglfing und die Kosten waren schon gedeckt. Heute reichen nicht mal 2 Siege im Monat bei normal dotierten Rennen um die Kosten zu decken.

    2004 habe ich mich als Besitzer zurück gezogen, obwohl ich tolle Jahre hatte (Zuchtrennsieg, Derbystart, Frankreichsieg, etc.).

    Genauso wie der Wetter lukrative Quoten erwartet, will ich als Besitzer die Phantasie haben, dass ein Seriensieger nicht jeden Monat Kosten verursacht.

    Ich würde ich mich freuen, wenn wieder bessere Zeiten kommen. Ich wäre der Erste, der wieder einen Traber hat (ausgenommen natürlich Traberparti, da bin ich dabei, weil ich das Projekt super finde)

  • also ich kenne ja nun auch einige Besitzer, aber keiner von denen hält sich Pferde in der Hoffnung damit Geld zu verdienen!


    Das sind die richtigen Sponsoren von denen der Sport nicht genug bekommen kann und die von den Veranstaltern von Trabrennen sorgsam mit Fürsorge gepflegt werden müßten.

    Ich unterstelle hier mal ein gehöriges Maß an Ironie. Nur einfach genügend Dumme zu finden die sich Startpferde halten reicht nicht aus. Oder "man" teilt die Auffassung dass Dumme nicht aussterben. Dann ist in den letzten Jahren und aktuell deren Zahl sehr gesunken!

    Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.

    Friedrich Hegel *1770